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29.02.2012
Neffentrick-Bande
So werden Opfer in die Falle gelockt
Botin Zanita P. (40) schweigt "aus Angst" (© Auer)
Ihr Vorname aus alten Zeiten lockte die Gangster an. Am15. November 2011 tappte Jutta A. (69) in die Falle: "Was glaubst du, wer spricht?", fragte ein sanfte Männerstimme am Telefon. Die Wienerin tippte erfreut auf ihren Verwandten Adriano, der in Linz Theologie studiert. "Und was denkst du, wo ich bin?", hakte der Anrufer nach.
Die Antwort gab er gleich selbst, wie Jutta A. Mittwoch traurig vor Gericht erzählte: "Er sagte, er sitze in Wien bei einem Notar, weil er ein Haus kaufen möchte. Und er brauche dringend eine Überbrückungshilfe."
Die tief gläubige Pensionistin "düste zur Bank" und stellte 78.000 Euro zur Verfügung, die eine "Frau Schmid vom Notariat" bei ihr abholte. Doch das war "Adriano" nicht genug. In zwei Stunden rief er 85-mal an, um weiteres Geld zu ergattern. Als Jutta A. beim wahren Verwandten zurückrief, flog der Betrug auf. Und beim nächsten Treffen wurde "Frau Schmid" verhaftet.
Beim Prozess sagte die Polin Zanita P. (Verteidigung: Roland Friis), sie könne ihre Hintermänner aus Angst nicht verraten. Vertagt. (© Wolfgang Höllrigl)
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