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02.03.2012

Neue Mittelschule

Österreich führt neue Schulnoten ein

Schule Schüler

(© APA)

Mit September dieses Jahres soll die schrittweise Umwandlung aller Hauptschulen in Neue Mittelschulen (NMS) beginnen. Dabei wird es eine erweiterte Notenskala geben, wie Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) am Donnerstagabend verkündete.

Laut Entwurf soll in der dritten und vierten Klasse NMS in Deutsch, Mathematik und lebenden Fremdsprachen (meist Englisch) zwischen "grundlegender" und "vertiefter Allgemeinbildung" unterschieden werden - also ob jemand in diesen Fächern die Basisbildung oder darüber hinausgehende, komplexere Sachverhalte beherrscht.

Künftig sieben Noten statt 5
Ob ein Schüler das "grundlegende" oder "vertiefte" Niveau erreicht, wird auch im Zeugnis ausgewiesen und entscheidet, ob er zum Übertritt in eine AHS oder berufsbildende höhere Schule (BHS) berechtigt ist. Damit entsteht eine neue Beurteilungsskala mit sieben Noten:
  • Grundlegende Bildung: Hier gibt es künftig nur "Befriedigend" bis "Nicht Genügend". Denn ein "Sehr Gut" oder "Gut" in der "grundlegenden Bildung" ist gleichbedeutend mit einem "Befriedigend" oder "Genügend" in der "vertieften Allgemeinbildung", hat aber den Vorteil, dass es zum Aufstieg in eine höhere Schule berechtigt.
  • Vertiefte Bildung: Bei der vertieften Bildung reicht die Skalade facto nur von "Sehr Gut" bis "Genügend", denn ein "Nicht Genügend" in diesem Schema entspricht einem "Befriedigend" nach "grundlegender Bildung".
Hintergrund der neuen Skala laut Schmied: "Für die Motivation der Jugendlichen ist die Differenzierung ganz entscheidend, weil es sonst viele 'Nicht Genügend' gibt, wenn Schüler die vertiefte nicht schaffen, aber die grundlegende sehr wohl". Damit müssten sie die Berufsausbildung nicht mit einer negativen Note beginnen. Das "Betriebsziel" der NMS sei grundsätzlich, dass alle Schüler die "vertiefte Bildung" erreichen - "in der Praxis werden es aber nicht alle schaffen", betonte auch Sektionschef Kurt Nekula.

Der Unterricht selbst soll dabei für alle gleich sein, im Rahmen von innerer Differenzierung Schüler aber nach Komplexität der Aufgaben unterschieden werden.

Der Verordnungsentwurf geht mit Freitag in Begutachtung, die Frist läuft bis 20. April.

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1 Kommentar von unseren Lesern

0

fireone (21)
03.03.2012 11:49

Österreich
MUSS um jeden Preis ein Volk von Akademikern werden. Damit auch die Dümmsten ihr Maturazeugnis bekommen, denken sich die Verantwortlichen immer wieder neue Tricks aus. Ob sie dem Land damit was Gutes tun, möchte ich bezweifeln.


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