Anzeigentarife | Jobs bei Heute.at

Heute im Brennpunkt: Räumung Pizzeria Anarchia | Nahost-Konflikt

Lade Login-Box.

02.03.2012

Drama am Großvenediger

Lawine begräbt 7 Personen - ein Toter

Lawine Lawinenabgang

Lawine (Symbolbild): Die Rettungsaktion ist angelaufen (© Fotolia)

In Neukirchen am Großvenediger im Salzburger Pinzgau ist heute, Freitag, um 12.13 Uhr laut Polizei eine Lawine abgegangen. Mehrere Personen wurden im oberen Steinertal verschüttet, ein Deutscher starb.

Die von einer Österreicherin geführte Gruppe war bei Neunkirchen am Großvenediger von der Gensbichl-Seilbahn in Richtung Steineralm unterwegs. Trotz Lawinenwarnstufe 3 hatten sich die elf Deutschen und zwei Schweizer mit ihrer Führerin ohne "Lawinen-Piepserl" ins Gelände gewagt. Auf einer Seehöhe von rund 1600 Meter kam es dann zum Unglück: Etwa 200 Meter oberhalb der Gruppe löste sich eine Grundlawine, die genau auf die Schneeschuhwanderer zudonnerte und sechs von ihnen mitriss, wie der Leiter der Bergrettung im Pinzgau, Sepp Herzog, schilderte.

Die Lawine hatte an der Abrisskante eine Höhe von rund eineinhalb Metern, sie war etwa 120 Meter breit und 300 Meter lang. Um 12.13 Uhr langte der Alarm bei der Bergrettung ein. Zwei der Verschütteten konnten von ihren Kameraden aus dem enorm schweren Schnee befreit werden. Die Helfer von Bergrettung, Alpinpolizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz und zehn Hundeführer waren rasch zur Stelle, sie wurden mit vier Hubschraubern zum Lawinenkegel geflogen.

Lawine Pinzgau Schneeschuhwanderer

Einsatzkräfte der Bergrettung bei der Lagebesprechung (© APA)

40-jähriger Deutscher verstarb im Spital
Von einem Verschütteten ragte offenbar noch ein Fuß heraus, von einem anderen der Schneeschuh. Mit Sonden wurden auch die übrigen fünf Schneeschuhwanderer nach relativ kurzer Zeit aus bis zu zwei Metern Tiefe ausgegraben und geborgen. Einer von ihnen musste reanimiert werden, er wurde anschließend in ein Krankenhaus nach Salzburg geflogen, wo der 40-jährige aus Nordrhein-Westfalen nach zwei Stunden verstarb.

Ein weiterer Verletzter wurde mit dem Hubschrauber ins Spital nach Innsbruck transportiert, die anderen vier wurden laut Rotem Kreuz mit Rettungswagen in das Krankenhaus Mittersill eingeliefert. Die genaue Identität der Opfer war am Nachmittag noch nicht bekannt, sagte Polizei-Sprecher Michael Rausch. Laut Herzog waren insgesamt 99 Helfer am Einsatz beteiligt.

Unweit des heutigen Unglücksortes war erst am 19. Februar ein 29 Jahre alter Skifahrer aus Finnland in ungesichertem Gelände von einem Schneebrett verschüttet worden war. Der Mann konnte damals nur mehr tot geborgen werden.

News für Heute?


Verwandte Artikel

Zwei ausgebüchste Pferde kollidierten mit Autos

Eine Verletzte, eine Stute tot

Zwei ausgebüchste Pferde kollidierten mit Autos

Oberösterreicher tot aus Zeller See gezogen

Hilfe von Freunden zu spät

Oberösterreicher tot aus Zeller See gezogen

Raser fuhr mit 229 km/h durch 100er-Zone

Autolenker im Pinzgau ertappt

Raser fuhr mit 229 km/h durch 100er-Zone

86-Jährige stirbt bei Wohnungsbrand

Erlag Rauchgasvergiftung

86-Jährige stirbt bei Wohnungsbrand

Betrunkener Skiurlauber stürzte in den Tod

Auf Bundesstraße geknallt

Betrunkener Skiurlauber stürzte in den Tod

Jugendliche entführten acht Gepäckwagen

Spritztour durch Bad Gastein

Jugendliche entführten acht Gepäckwagen

Feuerwehr rettete Pärchen nach Wohnungsbrand

Frau am Balkon, Mann geschockt

Feuerwehr rettete Pärchen nach Wohnungsbrand

Rinderherde gegen Zug und LKW - Fünf tot

Kühe im Pongau ausgebüxt

Rinderherde gegen Zug und LKW - Fünf tot



TopHeute


MeinungHeute

Lade TED

Ted wird geladen, bitte warten...