Schauriger Verdacht Österreich

Flugzeug-Drama: Wurde der Pilot ermordet?

Dieses Wrack blieb von der Maschine übrig. Fluggast Timo M. (re.): einsam, depressiv - Sportpilot Günter H. (li.) hatte viel Erfahrung

Dieses Wrack blieb von der Maschine übrig. Fluggast Timo M. (re.): einsam, depressiv - Sportpilot Günter H. (li.) hatte viel Erfahrung

Schauriger Verdacht nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges in den Bodensee: Pilot Günter H. (55) könnte kurz nach dem Start von seinem lebensmüden Passagier Timo M. (20) attackiert worden sein. Denn laut Augenzeugen fiel die Maschine ohne Gegenmanöver vom Himmel.

Am kleinen Flugplatz Hohenems (Vbg.) werden Sportpiloten oft von Jugendlichen angefleht, sie zu einem Rundflug mitzunehmen. Freitag ließ der erfahrene Flieger Günter H. den 20-jährigen Arbeitslosen Timo M. an Bord. Zehn Minuten nach dem Start stürzte die Maschine vom Himmel – laut Augenzeugen "mit viel Gas, steil und ohne Gegenmanöver."

Ein Routinier am Steuerknüppel reagiert anders. Hohenems-Betriebsleiter Georg Fessler gab in einem Ö3-Interview die Stimmung am Flugplatz wieder: Niemand glaube an ein technisches Gebrechen, viel mehr werde über eine "Einwirkung auf den Piloten" spekuliert.

Im Klartext: Fluggast Timo M. könnte Günther H. durch einen Angriff mit in den Tod gerissen haben. Zunder für den Verdacht:Als am Montag die beiden Leichen in 50 Metern Tiefe gefunden wurden,war der Passagier nicht angeschnallt.

Und auch die Vorgeschichte des 20-Jährigen spricht für Müdigkeit am Leben: Arbeitslos, einsam, wegen Depressionen in Behandlung, im Heim "Kaplan Bonetti" untergebracht. Die Kripo konnte erst am Dienstag seine Identität klären, denn Timo M. ging niemandem ab.

Ob er einen mörderischen Abgang wählte, wird die Untersuchung der Wrack-Teile zeigen. Die Maschine war jedenfalls gut gewartet.

Wolfgang Höllrigl


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