Schoko-Prozess Österreich

"Ein Richter nahm mir meinen Osterhasen"

Roman Hauswirth darf seinen Hasen nur noch nackt zeigen

Roman Hauswirth darf seinen Hasen nur noch nackt zeigen

Acht Jahre lang beschäftigte ein Streit um eine Oster-Nascherei die heimischen Gerichte, jetzt gibt es ein endgültiges Urteil: Der burgenländische Schokoladenhersteller Hauswirth darf seinen "Prachthasen" nicht mehr verkaufen - weil der dem "Goldhasen", Verkaufshit des Schweizer Weltkonzerns Lindt, zum Verwechseln ähnlich sieht.

"Das Ganze deckt sich nicht mit meiner Rechtsmeinung", erzählt Firmenchef Roman Hauswirth im Heute-Gespräch. Doch seit dem Urteil des Obersten Gerichtshofes sind ihm die Hände gebunden. Der Schweizer Schoko-Konzern Lindt & Sprüngli hatte geklagt, weil Hauswirths in Goldfolie gewickelter "Prachthase" dem eigenen "Goldhasen" zu ähnlich sehe.

Der Burgenländer dazu: "In der Produktion gibt es nur drei Formen von Hasen: Stehend und sitzend mit verschiedenen Blickrichtungen. Daher sehen sich viele Figuren ähnlich.Wir stellen unser Modell in der Firma seit 1951 her - und jetzt ist es plötzlich verboten."

Hauswirth ist ratlos. Denn das Urteil sagt nicht, wie sein neues Hasen-Design auszusehen hat. "Lindt muss unseren Vorschlag genehmigen." Außerdem können auf den 100-Mann-Betrieb hohe Schadenersatzforderungen zukommen - zusätzlich zu den Verfahrenskosten von 56.000 Euro.

Jörg Michner


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1 Kommentar
foly Routinier (13)

Antworten Link Melden 0 am 06.04.2012 12:31

eine frechheit, nie wieder lindt

Fotoshows aus Österreich (10 Diaserien)
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