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11.04.2012

Ergebnisse manipuliert

Salzburger Uni wirft Schummel-Professor raus

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Die Uni Salzburg setzte den Professor im Eiltempo vor die Tür (© Fotolia.com/Symbolfoto)

Er ist in der Welt der Wissenschaft weltbekannt, bekam für seine Erkenntnisse ein mit 1,7 Millionen Euro dotiertes Stipendium - und hat seine Daten manipuliert! Amerikaner haben gegen einen Biologieprofessor an der Uni Salzburg schwere Vorwürfe erhoben. Die Universität setzte den verlogenen Doktor jetzt vor die Tür.

In Salzburg pfeifen es bereits die Spatzen von den Dächern und im Blätterwald rauscht es gewaltig: Die Universität Salzburg hat einen Biologen gekündigt, weil er Forschungsergebnisse gefälscht haben soll.

Dem Molekularbiologen sei nachgewiesen worden, wissenschaftliche Berichte über die Struktur von Birkenpollenallergenen in Publikationen manipuliert zu haben. Das Dienstverhältnis sei gelöst worden, es gehe um den Ruf der gesamten Universität und der Wissenschaft, sagte Heinrich Schmidinger, Rektor der Universität Salzburg, im ORF. Und da dürfe es keinen Zweifel geben.

Selbstanzeige nach US-Vorwürfen
US-Wissenschafter haben in einer Fachzeitschrift den Vorwurf der Datenmanipulation in Zusammenhang mit einem Artikel bzw. mit Experimenten und Messungen des Wissenschafters erhoben und auch die Universität Salzburg brieflich informiert. Schmidinger hat sich daraufhin an die Agentur für Wissenschaftliche Integrität in Wien gewandt, die das wissenschaftliche Fehlverhalten bestätigt hat. Zugleich hat der Biologe laut Rektor Schmidinger Selbstanzeige gemacht und die Fälschungsvorwürfe damit ebenfalls eingeräumt.

1,7 Millionen Stipendium
Der jetzt gekündigte Wissenschafter ist für seine Forschungsarbeiten an der Struktur von Molekülen allergener Substanzen bekanntgeworden. Dafür hat er auch ein mit 1,7 Millionen Euro dotiertes Marie-Curie-Stipendium erhalten.

Agentur nimmt alle Arbeiten unter die Lupe
Jetzt sollen auch die übrigen Arbeiten des Wissenschafters überprüft werden. Zuständig ist auch hier die österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität in Wien. "Ich glaube, dass es wichtig ist, dass alle Publikationen des Kollegen untersucht werden um festzustellen, ob das ein einmaliges Verhalten war oder ob das mehrmals vorgekommen ist. Mir gegenüber hat er jedenfalls gesagt, dass es völlig einmalig war", so Uni-Rektor Schmidinger.

APA/Red.

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