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18.04.2012

Tiroler verweigerte Frau Hostie

Wieder Aufregung um einen Pfarrer

Kerzen Kreuz Kirche Glauben Decke Flamme Gott

(© Fotolia)

Erneut Aufregung um einen Pfarrer: In einer kleinen Tiroler Gemeinde hat ein Gottesmann einer Frau die Hostie verweigert. Angeblicher Grund: Sie ist zwar verheiratet - aber nur standesamtlich. Die Kirche kommt damit nach dem Skandal um den "Sex-Pfarrer" in NÖ und homophobe Aussagen eines steirischen Geistlichen nicht aus Schlagzeilen.

+++ "Sex-Pfarrer" auf der Flucht +++

In der kleinen Gemeinde Imsterberg im Tiroler Oberland hat ein Pfarrer bei einer Messe am vergangenen Sonntag einer Frau die Hostie verweigert. Die Mutter einer Erstkommunikantin machte dies in der Tiroler Tageszeitung öffentlich. In der Diözese Innsbruck bestätigte man den Vorfall. Es habe am Dienstag mit der Betroffenen ein Gespräch gegeben. Auch mit dem Geistlichen habe man geredet. Die öffentliche Verweigerung sei "vermutlich die falsche Ansicht", hieß es.

Als Tischmutter "war ich gut genug"
Den Grund für die Weigerung glaubt die Tirolerin zu kennen: Sie sei nur standesamtlich verheiratet. Als Tischmutter sei sie bei den Vorbereitungen zum Gottesdienst eingebunden gewesen, "da war ich gut genug", wurde sie zitiert.

+++ Skandal um Gottesmann in der Südsteiermark +++

Als die Imsterbergerin mit ihrem zweiten Kind selbst zur Kommunion gegangen sei, habe der Priester ihr diese verweigert. "Er segnete mein Kind, ließ dann aber einfach die Hostie zurück in den Kelch fallen und wandte sich dem Nächsten zu", berichtete die Frau. Ihre Kinder erziehe sie im christlichen Glauben. Durch die Aktion des Pfarrers fühle sie sich in ihrer "menschlichen Würde verletzt". Auch einer zweiten Frau soll es bei der Kommunion so ergangen sein.

Pfarrer schweigt
Der betroffene Pfarrer wollte keine Erklärung abgeben. Am Dienstag führte der Leiter des Priesterseminars, Regens Peter Ferner (er sitzt im Konsistorium, dem engsten Beratungsgremium des Bischofs) im Auftrag von Bischof Manfred Scheuer, der sich derzeit in der Schweiz aufhält, die Gespräche. Die Betroffene habe sich erfreut gezeigt, dass sich die Diözese mit ihrem "Fall" befasse. Für sie sei die Causa damit erledigt, hieß es.

APA/red.



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1 Kommentar von unseren Lesern

0

christian196... (630)
18.04.2012 17:36

Gleiches Recht für Alle!
Wenn Priester die Kommunion nur dann geben, wenn man kirchlich verheiratet ist, dann sollten im Gegenzug alle Vertreter der Kirche aus dieser entfernt werden, die selbst eine Beziehung gleich welcher Art haben, sich an Kindern vergreifen, oder mit Gewalt in ihren Kirchen herrschen. Dann allerdings hat die katholische Kirche ein grosses Problem!


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