Rätselhaftes "Missverständnis" Österreich

Toter Alpinpolizist sollte gar nicht vor Ort sein

Gletscher-Drama

Die drei verunglückten Bergretter beim Aufbruch zu ihrer dramatischen Rettungsaktion.

Gletscher-Drama

Die drei verunglückten Bergretter beim Aufbruch zu ihrer dramatischen Rettungsaktion.

Nach dem tödlichen Bergeunfall am Großvenediger in Osttirol gibt es Rätselraten, warum es zu dem tragischen Unfall mit einem toten Alpinpolizisten und zwei zum Teil schwer verletzten Bergrettern gekommen ist. Der Alpinpolizist hätte beim Einsatz gar nicht dabei sein sollen, erklärte der Chef der Helikopterfirma, Roy Knaus.

Nicht nachvollziehbar sei, warum ein "firmenfremder Flughelfer" - der später getötete Alpinpolizist - mit dabei gewesen sei. Der eigentlich zum Hubschrauber gehörende Flughelfer habe denselben Vornamen, berichtete Knaus. Der Pilot habe bei den Shuttleflügen Bergretter und Alpinpolizisten zur Gletscherspalte gebracht, in die ein 35-jähriger Slowake gestürzt war. Dabei habe er geglaubt, der "firmeneigene" Flughelfer mit dem gleichen Vornamen "Franz" sei am Seil. Maximal drei Personen (inklusive Flughelfer) dürften dabei mitgenommen werden.

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Der Pilot habe bei den Shuttleflügen Bergretter und Alpinpolizisten zur Gletscherspalte gebracht, in die ein 35-jähriger Slowake gestürzt war. Dabei habe er geglaubt, der "firmeneigene" Flughelfer mit dem gleichen Vornamen "Franz" sei am Seil. Maximal drei Personen (inklusive Flughelfer) dürften dabei mitgenommen werden. Nach der Information über Funk durch den Alpinpolizisten, die Maschine sei fünf Meter über Grund, sei der Pilot tiefer gegangen und habe angesichts des eingefallenen Nebels entschieden, die beiden Haken auszulösen.

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Auf den Polizisten gefallen?
Möglicherweise seien die tödlichen Verletzungen dadurch entstanden, weil die beiden Bergretter auf den Alpinpolizisten gefallen seien. Dies müsse nun in den Untersuchungen geklärt werden. Bis wann die Untersuchungen von Flugunfallkommission, Polizei und Staatsanwaltschaft abgeschlossen sein können, darüber wollte Knaus nicht spekulieren. Er rechne aber mit "mehreren Wochen".

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Betroffenheit nach dem Tod des 52-Jährigen herrscht in Osttirol. Peter Ladstätter, Chef der Osttiroler Bergrettung, zeigte sich tief betroffen. Mit Franzeskon habe man einen Freund und Menschen verloren, der unersetzlich sei. Alle Bergretter würden sich davor fürchten, dass man irgendwann heimfahre und einen Kameraden am Berg lassen müsse. Das sei das Schlimmste.


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