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22.05.2012

Mordversuch bei Triest

Jagd auf Täter per Autobahnkamera

Autobahnmaut Triest

An dieser Autobahnmaut Trieste-Lisert (A4) wurde das Auto des Verdächtigen gefilmt.

Die Ermittlungen der italienischen Polizei zur Aufklärung eines Mordversuchs an einer Villacherin laufen auf Hochtouren. Jetzt soll ein verdächtiges Auto über eine Videocam bei einer Mautstation überprüft werden.

Die Frau war vergangene Woche mit lebensgefährlichen Verletzungen am Hals auf einer Straße bei Triest gefunden worden - Heute.at hat berichtet. Die Fahnder haben nun ein Auto identifiziert, das angeblich am Tag des Angriffs von Triest nach Österreich abgefahren sei, berichtete die lokale Tageszeitung "Il Piccolo".

Video wird ausgewertet
Das Fahrzeug sei das Auto jenes Unbekannten, der die 44-Jährige am verlängerten Wochenende nahe der Küstenstraße bei Triest zu töten versucht habe. Videoaufnahmen des Wagens bei der Mautstation Triest Lisert kurz nach dem Angriff werden überprüft, so das Blatt.

Polizei glaubt an Beziehungsstreit
Die Polizei vermutet eine Beziehungstat. Ein ehemaliger Liebhaber könnte schon länger auf der Spur der Frau gewesen sein. Sie war in Italien bei einem Freund zu Gast. In Triest hatte die Hobby-Tänzerin mehrere Freunde in der Tango-Szene. Der Täter habe einen isolierten Ort gewählt, um sein Opfer zu attackieren. Der Angriff sei auf einem steilen Weg erfolgt, der zum Meer führt. Der Täter habe versucht, der Kärntnerin mit einem Messer oder einem Metalldraht die Kehle zu durchzuschneiden.

Opfer schleppte sich auf Küstenstraße
Es stehe fest, dass die Villacherin Verteidigungsversuche unternommen habe, wie Verletzungen an den Händen bezeugen. Die verletzte Frau habe versucht, den Parkplatz zu erreichen, wo sie ihren Wagen gelassen hatte, vermuten die Ermittler. Sie habe noch stark blutend die Küstenstraße erreichen können. Hier wurde sie von einigen Autofahrern gesehen, die die Rettung riefen.

Noch nicht vernehmungsfähig
Die Kärntnerin wurde nach einer sechsstündigen Operation im Krankenhaus Cattinara in Triest in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Sie wird im Spital von zwei Polizisten bewacht. Staatsanwältin Maddalena Chergia will die Frau befragen, sobald die Ärzte es gestatten. Sollte sie wegen der Verletzungen länger nicht sprechen können, hoffen die Ermittler, dass sie relevante Informationen zumindest schriftlich geben kann.


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