Heute im Brennpunkt: Austria vor Meistertitel
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05.06.2012
Bei Mami ist es am schönsten
Geparden-Mädels wollen nach Flucht nur Kuscheln
Die "Kinder" sind extrem liebesbedürftig, seit sie wieder bei der Mama sind (© Zoo Salzburg)
Die beiden Ausbrecher sind wieder hinter Schloss und Riegel (© ORF)
Bei den Ausreißern handelt es sich um zwei weibliche Jungtiere namens Raha und Juvi, die im Vorjahr geboren wurden. "Die Mutter rief nach ihnen, und die beiden folgten den Rufen", so Beck. "Wie es ausschaut, sind die beiden froh, ihren Ausflug beendet zu haben."
Suche nach den ausgebrochenen Leoparden (© Zoo Salzburg)
Hundebesitzerin: Todesangst
Eine Salzburgerin aus der benachbarten Gemeinde Anif (Flachgau) war in der Früh mit ihrem Hund spazieren, als sie die beiden Großkatzen erblickte. Die Raubkatzen seien auf sie zugerannt, erzählte sie dem ORF: "Ich hatte Todesangst, zuerst dachte ich aus der Ferne, das sind aber große Hunde, die da unterwegs sind. Sie haben sich dann zwei Meter neben mir hingesetzt und sind dann weitergelaufen. Ich war wie erstarrt, fürchte mich eigentlich nicht vor Gefahren. Aber diese hüfthohen Geparden machten mir wirklich Angst."
Archivbild: Gepardenweibchen mit ihren Jungen im Salzburger Zoo. Zwei ihrer mittlerweile erwachsenen Jungtiere haben den "Ausbruchsversuch" Dienstagfrüh gewagt. (© ORF)
Nach Angaben von Sabine Grebner, Chefin des Salzburger Zoos, sollen Jugendliche in der Nacht auf Dienstag das Gehege geöffnet und dabei eine andere Tür aufgebrochen haben. Es komme immer wieder vor, dass Jugendliche in der Nacht in den Zoo klettern, sagte Grebner zum ORF: "Das machen sie als Mutprobe. Das war eine sehr dumme Mutprobe, und die kann einfach auch fatal ausgehen."
Laut Zoo-Tierarzt Jochen Lengger sind Geparden die harmlosesten Raubkatzen und von ihrem Körperbau nicht für die Jagd auf große Beutetiere geeignet. "Sie haben ein Gebiss wie ein Königspudel. Jede ausgewachsene Dogge ist größer und schwerer", ergänzte Zoo-Direktorin Grebner. Nach Angaben von Zoo-Dirketorin Christine Grebner werden Geparden in Afrika sogar als Haustiere gehalten.
Ein Blick ins Archiv zeigt allerdings, dass Geparde dennoch auch für Menschen gefährlich werden können: 2007 tötete ein Gepard in einem belgischen Tiergarten eine Frau, die in das Gehege eingedrungen war. Und 1998 hatte in Westfrankreich ein entkommender Gepard einen dreijährigen Buben getötet.
Die abenteuerlichen "Teenager" kehren zurück zu Mutti (© Zoo Salzburg)
Der Verein Pfotenhilfe warnt trotzdem, dass solche Vorfälle immer wieder tödlich für Menschen enden. Aber auch die Tiere würden dabei unter sehr großem Stress leiden. Zu Recht wurde die Wildtierhaltung in Zirkussen hierzulande vor vielen Jahren verboten, meinen die Tierschützer. In Zoos würden Tiere ebenfalls nur zu einem Zweck auf kleinstem Raum gefangen gehalten: damit Menschen sie "bewundern" können. Diese Tiere würden viele Quadratkilometer Lebensraum und nicht nur einige Quadratmeter benötigen.
Der Verein Pfotenhilfe fordert ein Import- und Zuchtverbot von Wildtieren. Nur so können Zoos als moderne Auffangstationen für illegal gehandelte, beschlagnahmte Wildtiere dienen.
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