Cold-Case-Überprüfung Österreich

Jetzt rollt das FBI den Fall Kampusch neu auf

Am Freitag fällt der Startschuss für die Cold-Case-Überprüfung der Causa Natascha Kampusch. Nach Medienberichten wird ein internationales Steering Committee (ein Steuerungs- und Lenkungsausschuss, Anm.) die Entführung von Natascha Kampusch erneut durchleuchten.

Das bestätigte der Pressesprecher von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Hermann Muhr. Dem siebenköpfigen Gremium gehört demnach auch ein ranghoher Vertreter der US-Bundesbehörde FBI (Federal Bureau of Investigation) an. Bereits Ende Juni hatte ein Parlamentsausschuss empfohlen, die Ermittlungen durch Cold Case-Spezialisten neuerlich evaluieren zu lassen.

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Deutscher BKA-Chef in Gremium
Bei der neuerlichen Überprüfung ist auch die Mitwirkung des Präsidenten des deutschen Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, fixiert. Für die neuerliche Evaluierung soll ein mit mindestens 14 Mitglieder besetztes "Projektteam" zuständig sein. Dieses ist ebenso mit hochrangigen Vertretern des Innen- und Justizministeriums, des Verfassungsschutzes, einem Staatsanwalt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, mehreren Kripobeamte und mindestens einem Vertreter des FBI und des deutschen BKA besetzt.

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Überprüfung dauert bis Ende des Jahres
Die gesamte Überprüfung soll bis Ende 2012 laufen. Dabei gehe es um eine "ordentliche und transparente Aufarbeitung des Falls", hieß es aus dem Innenministerium. Sollten sich neue Verdachtsmomente ergeben, müssten diese von österreichischen Behörden wiederum im Rahmen eines neuen Ermittlungsverfahrens geklärt werden.

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Verschörungstheorien und Mittäter-Gerüchte
Kampusch war als Zehnjährige 1998 von Wolfgang Priklopil entführt worden und konnte im Sommer 2006 aus der Gefangenschaft flüchten. Priklopil beging daraufhin Selbstmord. Immer wieder gab es in dem Fall Verschwörungstheorien und Gerüchte über mögliche Mittäter.

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