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16.07.2012

Einbruch-Delikte gingen zurück

Computer-Kriminalität stieg um über 100 %

Computer Bildschirm

(© Fotolia.com)

Die aktuelle Kriminalstatistik des 1. Halbjahres zeigt, dass die Zahlen beim Einbruchs- und Kfz-Diebstahl weiter zurückgehen. Allerdings steigt die IT-Kriminalität rasant an.

Aufgrund der stark steigenden Cyber-Kriminalität ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2011 die Gesamtkriminalität von 257.486 Anzeigen um 2,9 Prozent auf 264.931 leicht angestiegen. Trotz des geringen Anstiegs bleibt die Kriminalität etwa konstant auf dem niedrigen Niveau seit 2010 im Vergleich zu den Delikten bis 2009.

Aufklärung stagniert
Im ersten Halbjahr konnten 111.027 Fälle geklärt werden. Im Vergleichszeitraum 2011 waren es um 0,1 Prozent mehr, nämlich exakt 110.954. Die Aufklärungsquote liegt damit im 1. Halbjahr 2012 bei 41,9 Prozent und somit 1,1 Prozentpunkte unter dem Rekordwert im Halbjahr 2011 (43,1 Prozent), jedoch 2,3 Prozentpunkte über dem Vergleichshalbjahr 2010 (39,6 Prozent).

Tiefstand bei Kfz-Diebstahl, Rückgang bei Einbrüchen
Mit 2.020 Anzeigen im Bereich des Diebstahls von Kraftfahrzeugen bleibt dieses Delikt seit drei Jahren konstant tief. Waren es im ersten Quartal 2003 noch 2.770 und im Vergleichszeitraum 2009 noch 4.471 angezeigte Delikte, so wurden in den ersten sechs Monaten 2012 in gesamt Österreich um 361 Kraftfahrzeuge weniger gestohlen als 2011 (2.381 Anzeigen). Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Einbrüchen in Wohnungen und Einfamilienhäusern. Seit dem Jahr 2009 sind die Zahlen auf konstant niedrigem Terrain: waren es im ersten Halbjahr 2010 8.051 und 2011 8.309 Anzeigen, so sind im ersten Halbjahr 2012 insgesamt 8.260 Anzeigen bei der Polizei eingegangen, was einem Rückgang um 0,6 Prozentpunkte bedeutet.

Cyber-Crime steigt um mehr als 100 %
Im ersten Halbjahr 2012 wurden in Österreich im Bereich der gesamten IT-Kriminalität 4.293 Delikte zur Anzeige gebracht, was einer Verdoppelung der Zahlen bedeutet. (1. Halbjahr 2011: 2.143 Anzeigen). Einen Anstieg gibt es erneut in beinahe allen Delikten:
Phishing ist um 328 Prozent von 45 auf 193 gestiegen.
Hacking stieg um über 143 Prozent von 101 auf 246 Anzeigen im ersten Halbjahr 2012.
Weiterhin zunehmend sind auch die Betrugsdelikte im Internet und mittels neuer Technologien: so ist der Betrug durch Missbrauch des Internets von 797 auf 1.606 Anzeigen gestiegen.
Der Betrug bei Internetauktionen stieg von 688 auf 907 Anzeigen
der Betrug durch/mit Kreditkarten von 380 auf 467 Anzeigen
Betrug durch Mobiltelefone von 379 auf 702 Anzeigen

Eine besondere Herausforderung im Bereich der Aufklärungsarbeit stellen die vielen Betrugsversuche via Internet dar. Hier agieren die Täter auf der ganzen Welt verschlüsselt und anonym. 

Gewaltkriminalität
Die Anzahl der Gewaltdelikte - sowohl bei vorsätzlicher Tötung und Körperverletzung als auch bei Sittlichkeitsdelikten - steigt weiter leicht an (1. Halbjahr 2011: 20.346, 1. Halbjahr 2012: 21.821 Anzeigen). Die hohe Aufklärungsquote liegt über 81 Prozent. Bei rund 58 Prozent gab es eine Beziehung zwischen Täter und Opfer. Die Opfer als auch die Täter stammen zu über 73 Prozent aus Österreich.

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