Bettenabteilung geschlossen Österreich

Darabos streicht Betten in Heeresspitälern

HEERESSPITAL IN WIEN-STAMMERSDORF

Bei den Heerespitälern, wie hier in Wien-Stammersdorf, soll gespart werden

HEERESSPITAL IN WIEN-STAMMERSDORF

Bei den Heerespitälern, wie hier in Wien-Stammersdorf, soll gespart werden

Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) macht mit den angekündigten Einsparungen im Sanitätswesen ernst: Die Bettenabteilungen der drei Militärspitäler werden komplett geschlossen.

Für die medizinische Versorgung der Soldaten wird eine Sanitätsanstalt mit drei Feldambulanzen eingerichtet, berichtet die Presse über die intern Ende Juni abgesegnete Strukturreform "Sanitätswesen neu".

Darabos reagiert damit auf Empfehlungen des Rechnungshofes, der die geringe Auslastung im Heeresspital in Wien-Stammersdorf und der beiden Militärspitäler in Graz und Innsbruck kritisiert hat. Schon anlässlich des Sparpakets hat der Minister im heurigen Frühjahr die Schließung der Spitäler angekündigt.

300 Jobs betroffen
Dem Bundesheer werden bis 2016 durch das Sparpaket mehr als 600 Millionen Euro gekürzt. Durch Umstrukturierung beziehungsweise Schließung der Heeresspitäler sollen 2013 7,6 Millionen Euro und ab 2014 15,3 Millionen Euro jährlich gespart werden, hieß es im Februar.

Der Generalstab soll das Projekt "Sanitätswesen neu" bis Mitte 2013 umsetzen. Heeresärzte und Pflegepersonal - laut Presse sind insgesamt 300 Heeresbedienstete betroffen - sollen in möglichst großer Zahl in bestehenden zivilen Spitälern und Pflegeeinrichtungen eine Beschäftigung erhalten.

(APA/red)


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