150 Meter tief gestürzt Österreich

Ehepaar beim Fotografieren tödlich verunglückt

Von einem Polizeihubschrauber aus wurden die Leichen entdeckt

Von einem Polizeihubschrauber aus wurden die Leichen entdeckt

Von einem Polizeihubschrauber aus wurden die Leichen entdeckt

Von einem Polizeihubschrauber aus wurden die Leichen entdeckt

Ein vermisstes Ehepaar aus Wien konnte am Freitagvormittag bei einer Suchaktion im Gebiet des Trattbergs in der Osterhorngruppe im Salzburger Tennengau nur noch tot aufgefunden werden. Besonders tragisch: Die beiden Wiener dürften beim Versuch ein Foto zu schießen abgerutscht und dabei tödlich verunglückt sein.

Der Mann und die Frau - beide bereits um die 70 Jahre alt - waren in einem Bauernhof in Kuchl einquartiert und am Donnerstag von ihrer Unterkunft aus zu einer Wanderung auf den Trattberg aufgebrochen. Beide kamen aber von der Bergtour nicht mehr zurück.

Aufgefallen ist das allerdings erst am Freitag früh. "In der Früh hat der Quartiergeber die beiden Gäste als vermisst gemeldet", berichtete Polizeisprecher Anton Schentz. Bei der umgehend eingeleiteten Suche entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers bei einem Suchflug die Leichen der Vermissten. Das Paar - der Mann wurde 1939, seine Frau 1941 geboren - dürften im steilen Schrofengelände rund 150 Höhenmeter abgestürzt sein.

Über Weidezaun gestiegen, um Foto zu schießen
Der Auffindungsort der Leichen befindet sich nur 400 Meter von der Enzianhütte am Gipfelplateau entfernt. "Die Verunglückten waren zunächst offenbar auf einem Wanderweg im Weidegebiet unterwegs. Unmittelbar auf diesem Weg besteht eigentlich keine Gefahr", sagte Schentz. "Es ist aber anzunehmen, dass die beiden über einen Weidezaun gestiegen sind, vermutlich um ein Foto zu machen."

Das baumlose, felsdurchsetzte Wiesengelände am Unfallort fällt teilweise senkrecht ab. Wie es genau zu dem Unglück kam und wer zuerst abgestürzt ist, wird wohl unklar bleiben, betonte Schentz. Beide dürften sofort tot gewesen sein. Die Polizei schließt Fremdverschulden derzeit aus, auch die Angehörigen wurden bereits informiert. Im Zuge der Suche nach den Vermissten wurde auch die Bergrettung mit Suchhunden angefordert, sie musste aber nicht mehr ausrücken.


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