Strenge Regelung Österreich

Bizarrer Streit um Souvenirverkauf am Königssee

Bizarrer Streit um Souvenirverkauf am Königssee

Der Tourismus und er Handel wird gleichermaßen zu Grabe getragen. (© Kilian Pfeiffer)

Sarg Schönau
Der Tourismus und er Handel wird gleichermaßen zu Grabe getragen.
In dem beliebten Ferienort Schönau am malerischen Königssee im Berchtesgadener Land geht es derzeit lange nicht so beschaulich zu wie es eigentlich sollte. Grund dafür ist ein bizarrer Streit um den sonntäglichen Verkauf von Souvenirs. Das Landratsamt hat nämlich nur noch den Vertrieb von "ortskennzeichnenden" Artikel erlaubt. Die Händler an der ufernahen Flaniermeile sind jedenfalls außer sich und kündigten Widerstand an.

Dort, wo die Ausflugsschiffe ab- und anlegen, dürfen laut Ladenschlussgesetz an Sonn- und Feiertagen nur noch alkoholfreie Getränke, Bademoden und -artikel sowie Souvenirs verkauft werden. Das bedeutet: Unter der Woche dürften weiterhin Landhausdirndl und Trainingsanzug feilgeboten werden, am Wochenende nicht.

Protest
Als Protest gegen die Verordnung hat Franz Schoen vom Königsseer Sport-Ladl seit vergangenem Sonntag einen Sarg vor dem Geschäft stehen und eine Unterschriftenliste aufgelegt, in die sich schon 1.400 Personen eingetragen hätten. "Durch die Anordnung des Landratsamtes bleibe ich jetzt auf der Ware sitzen." Die Sonn- und Feiertage seien jedoch punkto Umsatz entscheidend.


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