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02.08.2012

Demonstration

1700 Kärntner schreien nach Neuwahlen

Demonstration für Neuwahlen in Kärnten

Die Kärntner lassen sich nicht alles gefallen - deshalb gingen sie auf die Straße und riefen lautstark "Neuwahlen! Neuwahlen!" (© APA)

Am Donnerstagabend gingen in Klagenfurt bis zu 1700 Leute auf die Straße. Durch eine Demonstration in der Kärntner Landeshauptstadt wollen sie Neuwahlen erzwingen.

Organisiert hatte den Protestzug die Plattform "neuwahljetzt.at". Führende Politiker der SPÖ und der Grünen führten die Demonstration an. Am Platz vor der Landesregierung forderten der Landessprecher der Grünen, Frank Frey, sowie Peter Kaiser, Kärntner SP-Chef und stellvertretender Landeshauptmann, neben Neuwahlen auch weitere Rücktritte.

+++ Kärntner Politik versinkt noch tiefer im Chaos +++

"Wir wollen kein politisches Katastrophengebiet sein"

Mit Plakaten, Stop-Tafeln, Besen und Trillerpfeifen zog ein sehr gemischtes Publikum "Neuwahlen! Neuwahlen!" skandierend die Bahnhofstraße hinunter. "Für ein sauberes Kärnten", "Frühling, Sommer, Neuwahl, Winter" oder "Wir wollen kein politisches Katastrophengebiet sein" war dort zu lesen. Um die Masse anzuheizen, wurde über Lautsprecher immer wieder ein Sager des designierten FPK-Parteichefs Kurt Scheuch vorgespielt: "Ein paar Linke, die hier Gas geben, ein armes Häuflein elender Lichterlträger". Scheuch hatte so am vergangenen Freitag jene Demonstranten bezeichnet, die vor einer Sitzung des Landtags sofortige Neuwahlen gefordert hatten.

+++ Auch Kurt Scheuch soll angeklagt werden +++

Mehr Rücktritte gefordert
Frey sagte in seiner Ansprache: "Zwei Regierungsmitglieder sind zurückgetreten - das sind zu wenig!" Dafür erntete er den Applaus der Protestierenden. Kaiser richtete sich direkt an die "Korruptionskoalition": "Machen Sie den Weg frei für Neuwahlen! Neuwahlen jetzt!" Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) richtete der Kärntner SP-Chef aus, dass dieser in Pension gehen soll, wenn er nur mit Nichtstun glänze. Kaiser: "Wir werden so oft wieder kommen, bis Kärnten eine neue Chance, eine neue Regierung und einen neuen Landtag hat!" Kurz vor 19 Uhr löste sich die Versammlung vor der Landesregierung auf.

APA/red.

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1 Kommentar von unseren Lesern

1

Ricky (396)
02.08.2012 21:59

1700
von 560 00 Einwohnern ist halt ein bisserl wenig um Neuwahlen zu erzwingen, da müßtens schon ein bisserl mehr sein!!!!!!!!

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