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03.08.2012

Im April getöter Südtiroler

Mord an Feinkosthändler per E-Mail geplant

Polizei am Fundort des Toten in Tirol

Polizei am Fundort des Toten (© ZOOM Tirol)

Die Indizien gegen die beiden Verdächtigen im Fall des ermordeten Südtiroler Feinkosthändlers, dessen Leiche Ende April in Spiss im Tiroler Bezirk Landeck gefunden worden war, mehren sich. Die 36-jährige Ehefrau des Opfers und ihr Freund (43) sollen den Mord teilweise per E-Mail geplant haben, berichtete die Tageszeitung "Dolomiten" (Freitagausgabe). Der Spurensicherung sei es gelungen, etliche gelöschte Nachrichten der beiden zu rekonstruieren.

In einigen E-Mails und SMS soll es dabei um den Mord bzw. um die Planung der Tat gegangen sein. Auch sollen die beiden laut "Dolomiten" Seiten im Internet geöffnet haben, die mit dem mutmaßlichen Tathergang zu tun haben könnten. Beamte hatten Computer und Handys beschlagnahmt, nachdem die beiden ins Visier der Ermittler geraten waren.

Über die Handys der Verdächtigen soll es den Ermittlern zudem gelungen sein, die Aufenthaltsorte der 36-Jährigen und ihres Freundes nachzuzeichnen. Und diese sollen sich laut der Zeitung mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen decken. Die Südtirolerin und der 43-jährige Deutsche befinden sich seit 16. Mai in U-Haft. Bisher wiesen sie alle Vorwürfe von sich.

Leichenfund am 25. April
Das Opfer stammte ursprünglich aus Vahrn bei Brixen. Zuletzt war der 40-Jährige im Bodensee-Raum wohnhaft, wo er mit Südtiroler Spezialitäten handelte. Am 25. April stießen Polizisten bei der Suche nach dem in Tirol und der Schweiz umherstreifenden Braunbären "M13" auf seine Leiche. Der leblose Körper wurde auf einem Hang unterhalb einer Straßenkehre entdeckt. Bei der Obduktion einen Tag später stellte sich heraus, dass es sich um ein Gewaltdelikt gehandelt hatte.

Das Opfer dürfte mit einem stumpfen Werkzeug geschlagen worden sein und dadurch ein Schädelhirntrauma erlitten haben. Wie eine Blutuntersuchung ergab, soll der 40-Jährige zuvor narkotisiert worden sein. Außerdem wies die Leiche Gewaltmerkmale am Hals auf. Die mögliche Tatwaffe war weiter unbekannt.

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