Oststeirer im künstlichen Tiefschlaf Österreich

Schnapsbrenner jagte Haus selbst in die Luft

FF Sulz

Hier wurde bis Mittwoch noch gekocht, ehe die Buschenschank explodierte.

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Hier wurde bis Mittwoch noch gekocht, ehe die Buschenschank explodierte.

Die Explosion beim Schnapsbrennen in einer oststeirischen Buschenschank am Mittwoch ist laut Brandsachverständigen auf unvorsichtiges Verhalten zurückzuführen.

Ein technischer Defekt sei auszuschließen, sagte Kriminalist Dietmar Radauer am Donnerstag. Der 53-jährige Besitzer hatte bei dem Feuer schwerste Verbrennungen erlitten.

Der Buschenschank-Betreiber aus Entschendorf in der Gemeinde St. Margarethen an der Raab (Bezirk Weiz) hatte laut dem Ermittler 100 bis 120 Liter Schnaps in seiner Brennerei erhitzt, als sich in der sogenannten Brennblase ein Überdruck entwickelte.

"Verkettung unglücklicher Umstände"
Der Alkohol kochte über, trat aus dem Gefäß aus und tropfte auf die Heizstelle. Sofort entzündeten sich Alkohol und Dämpfe explosionsartig. Den 53-jährigen Besitzer erwischten die Flammen im Gesicht und am Oberkörper.

Radauer meinte, dass zwar noch geklärt werden müsse, warum der Alkohol überkochte - möglicherweise hatte der Oststeirer zu stark geheizt. In jedem Fall sei es eine "Verkettung unglücklicher Umstände" gewesen. Der 53-Jährige befand sich am Donnerstag nach wie vor im künstlichen Tiefschlaf.

Er könne wohl erst in Tagen zum genauen Unfallhergang befragt werden. Zum Zeitpunkt der Explosion hatten sich keine Gäste in der Buschenschank aufgehalten. Der Schaden belaufe sich auf rund 150.000 Euro, so der Ermittler.


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