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10.08.2012
Bär, Luchs & Wolf in Ö
10 Tipps, wenn Sie im Urlaub den Bären treffen
Die extrem scheuen Tiere werden von Menschen kaum gesehen. Und wenn, ist es meist ein Todesurteil. Februar 2010 tappte dieses Männchen im obersteirischen Bezirk Bruck an der Mur in eine Haar- und Fotofalle. (© APA)
Eines der seltenen Bilder einer Fotofalle hat hier Meister Petz festgehalten (© NP Kalkalpen/Fuxjäger)
Bär zum 2. Mal ausgestorben
Beim Bär geht es aber inzwischen gar nicht mehr um seine Wiederansiedlung, es geht um seine Rettung. In Österreich gilt er zum zweiten Mal als ausgestorben. Dabei hat es lange Zeit gut ausgesehen: 1972 ist eines der wenigen überlebenden Exemplare im Alpenraum von Slowenien nach Österreich eingewandert, 1999 wurden bereits zwölf Individuen gezählt.
Die Bären waren dabei, sich wieder in Österreich anzusiedeln. Doch in den letzten 10 Jahren wurden alle 20 Bären illegal abgeknallt! (© APA/undatiertes Archivbild)
Doch dann kam der Rückschlag. Mehr als 20 Bären sind im Laufe der Jahre aus völlig ungeklärter Ursache verschwunden. Der WWF vermutet, dass sie unter anderem illegal geschossen wurden. "Moritz", der letzte braune Räuber, wurde seit dem Jahr 2011 nicht mehr gesehen. "Was in Österreich bleibt sind einige Bären in Kärnten. Diese stammen aus Italien und Slowenien, besuchen gelegentlich Österreich und wandern dann wieder ab", erklärt Pichler.
Sollten Sie auf einer Wanderung im Urlaub trotzdem plötzlich dem Bären, Luchs oder Wolf Aug-in-Aug gegenüberstehen, gibt es ein paar einfache Regeln, die Ihnen Ihr Leben retten können:
- Ruhigbleiben und sich klar machen, dass man gerade das Glück hat, ein extrem seltenes Ereignis zu erleben.
- Die Tiere auf gar keinen Fall füttern, da diese nämlich extrem schnell lernen, wo es etwas zu holen gibt.
- "Locken Sie keine Bären und Wölfe zum Fotografieren oder Beobachten an! Gewöhnen sich die beiden an das Futterangebot, dann suchen sie manchmal die Nähe von Menschen gezielt auf, was zu gefährlichen Situationen führen kann", so der WWF.
- Falls man auf einen Luchs trifft, muss man sich nicht weiter Sorgen machen. Die Tiere warten mitunter ab, ob der Besucher eine Gefahr darstellt oder sind einfach nur neugierig. Normalerweise lassen sie sich durch Bewegungen, lautes Reden und andere Geräusche vertreiben.
- Bei einem Wolf muss man gar nichts unternehmen. Sobald er sich entdeckt fühlt, sucht er von selbst das Weite.
- Mit einem Bären ist hingegen auf gar keinen Fall zu spaßen. "Hat der Bär Ihre Anwesenheit noch nicht bemerkt, dann verlassen Sie den Ort leise und vorsichtig", rät der WWF.
- Sollte das Tier einen doch entdeckt haben, dann sollte man sich auch zu erkennen geben, indem man zum Beispiel lauter redet. Auch wenn einem die Knie schlottern, darf man das dem Bären auf keinen Fall zeigen. "Ziehen Sie sich langsam zurück, aber laufen Sie nicht weg", lautet der gute Ratschlag.
- Dass man selbst keinen Angriff starten sollte, liegt auf der Hand.
- Falls der Bär sich aufrichtet, ist das noch keine Attacke. Er will sich nur einen besseren Überblick über die Situation verschaffen und hält seine Nase in den Wind.
- Wenn es doch zu einem Angriff kommt, sollte man sich auf den Bauch legen und die Hände in den Nacken geben. Der Bär erkennt so - hoffentlich -, dass man keine Gefahr ist. Solange das Tier einen beschnuppert, hat der WWF nur noch einen Rat: "Stellen Sie sich tot".
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1 Kommentar von unseren Lesern
Reflektor (115)
20.02.2013 18:35
Bären
Ein Tipp fehlt noch, wenn man Bären schon fotografiert, sollte man seitlich stehen und nicht direkt gegenüber, weil der Bär das als Angriff düten könnte.
Außerdem sollte man nicht auf den Bären schießen, da wir nach 150 Jahren nicht wieder den Bären in Östereich ausrotten wollen, denn es geht auch nebeneinander leben!
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