Festspiel-Rettungseinsatz Österreich

Paragleiter wasserte vor Seebühne Bregenz

Paragleiter wasserte vor Seebühne Bregenz

Ein Paragleiter löste bei den Bregenzer Festspielen einen Rettungseinsatz aus. (© APA)

Paragleiter
Ein Paragleiter löste bei den Bregenzer Festspielen einen Rettungseinsatz aus.
Mit einer spektakulären Paragleiter-Aktion vor der Bregenzer Seebühne wollte Freitagabend ein junger Innsbrucker dem Festspielpublikum in einer Zeit negativer Schlagzeilen "Liebe, Licht und Friede" vermitteln. Die Friedensbotschaft kam nicht optimal an, der 23-jährige Innsbrucker Paragleiterpilot wasserte vor den Seebühne und löste wegen des vermeintlichen Absturzes eine größere Rettungsaktion aus.

Im Fallschirm waren mit schwarzem Klebeband die Worte "Liebe, Licht und Friede" angebracht. Wegen einsetzender Dunkelheit war die Botschaft kaum zu lesen, der Mann landete im Bodensee und wurde von der Festspielmannschaft - ebenso wie sein im Wasser wartender Kollege - geborgen. Letztlich war die nicht angemeldete Demo im wahrsten Sinn ein Schlag ins Wasser, zudem folgt noch eine Anzeige der Polizei an die Bezirkshauptmannschaft Bregenz.

Laut Polizeibericht wurde kurz nach 21.00 Uhr der  "Absturz" eines Paragleiters in den Bodensee in der Nähe der Festspielbühne gemeldet. Zu dem Zeitpunkt begann gerade die Freiluft Opernaufführung von "Andre Chenier". Die Polizisten mussten nicht mehr helfend eingreifen und fanden den 23-jährigen Paragleiter-Piloten aus Innsbruck und dessen gleichaltrigen Innsbrucker Kollegen vor, der im Taucheranzug an der erwarteten Landestelle im Wasser auf seinen fliegenden Freund gewartet hatte.

Rettungseinsatz wäre nicht nötig gewesen
Die zwei Tiroler wollten nach ihren Angaben die Menschen und das Festspielpublikum mit der Botschaft von Liebe, Licht und Friede aufmuntern, da in letzter Zeit zu viele negative Schlagzeilen die Medien beherrscht hätten.

Da die beiden niemanden über die geplante Aktion in Kenntnis gesetzt haben, war ein Absturz befürchtet worden und nach der Paragleiterlandung im Wasser rückten drei Polizeipatrouillen mit sechs Mann sowie die Wasserrettung mit einem Boot aus. Die Sicherheitsleute von der Seebühne waren allerdings näher dran und bargen den nassen "Friedensengel" und seinen Froschmann.


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