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18.08.2012

Mit Softguns

Irre schießen in Kärnten auf Kinder und Autos

Softgun Waffe Auto

Zum Glück wurde niemand verletzt (© Fotolia/Symbolbild)

Zwei Männer aus Slowenien, 21 und 26 Jahre alt, haben am Freitag in Ferlach in Kärnten (Bezirk Klagenfurt Land) mit Softguns vom Balkon einer Wohnung auf vier spielende Kinder im Alter von rund zehn Jahren und Autos geschossen. Laut Polizei wurde dabei niemand verletzt, ein Fahrzeug wurde beschädigt. In der Erdgeschoßwohnung stellten die Beamten mehrere Waffen und Drogen sicher. Ein 20-jähriger Slowene sowie ein 19 Jahre alter Wiener befanden sich auch in der Wohnung.

Obwohl die Kinder nicht verletzt worden sind, befanden sie sich in Gefahr, sagte Alfred Fina vom Bezirkspolizeikommando. Ein Treffer mit einem Projektil aus einer Softgun habe zumindest ein Hämatom zur Folge. Je nach dem wo eine Person getroffen wird, könne es aber schlimmer ausfallen. Auf eine Einvernahme der Kinder will die Polizei zunächst verzichten. "Sie sind nicht verletzt, wir wollen sie nicht noch mehr verschrecken." Es gebe außerdem genug erwachsene Zeugen, darunter Nachbarn, die wegen des Schusslärms die Polizei gerufen hatten.

Gegenüber der Polizei sagten die Männer, sie hätten aus Jux und Tollerei herumgeballert. Die Männer hatten bereits seit Donnerstag in der Wohnung mit Alkohol und Drogen "gefeiert". Der 20-Jährige hatte Cannabis aus Slowenien mitgebracht. Er gab inzwischen zu, in den vergangenen zwei Jahren zehnmal Cannabis aus Slowenien nach Österreich eingeführt zu haben.

Waffen und Drogen gefunden
Die Polizei fand in der Wohnung weitere Waffen, darunter sechs nicht registrierte Langwaffen samt Munition sowie Hieb- und Stichwaffen. Der Wiener gestand, dass es sich bei den Langwaffen um sein Eigentum handle. Außerdem entdeckten die Beamten eine Cannabis-Indoorplantage, die der Wiener mit Komplizen betrieben hatte.

Die vier Männer wurden je nach Beteiligung wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit bzw. Vergehen nach dem Waffen- und Suchtmittelgesetz angezeigt. Die höchste Strafe dürften aber nicht die beiden Schützen bekommen. Ihrem 20-jähriger Kompagnon aus Slowenien, der mit Cannabis aus seiner Heimat den Grund für die Party lieferte, sich an der Schießerei aber nicht beteiligte, droht nach Einschätzung Finas das meiste juristische Ungemach.

APA

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