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22.08.2012

Banker

"Falscher Graf hat mich um 3,5 Millionen € betrogen"

Finanzbetrugsopfer

Opfer J. Siebert (63) (© Huber)

Wilhelm B. (61), wegen Betrugs zu fünf Jahren Haft verurteilt, gönnte sich nach seiner Entlassung einen neuen Namen. Als "Graf von Thun und Hohenstein" stieg er wieder ins alte, lukrative Geschäft ein.

Der "falsche Graf" gründete eine Firma für Finanzberatung, warb Kundenbetreuer aus ganz Österreich an. Diese sollen durch direkte Anlagen bei Welt- und US-Notenbank hohe Zinsen versprochen, 100 Sparern das Geld aus der Tasche gelockt haben.

"Ich habe 3,5 Millionen € verloren", erklärt John Siebert, selbst Banker. "Die Herren sind sehr überzeugend aufgetreten!" Am Mittwoch hat der Prozess gegen die zwei Hauptverdächtigen Roland B. und Rene L. sowie sechs weitere "Keiler" begonnen. Der "Graf" erschien nicht. Die Urteile fallen Ende September, bis zu zehn Jahre Haft drohen.

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