Massiver Steuerschaden Österreich

Betrügerbande verkaufte Heizöl als Diesel

Mit einer Art Waschanlage wurden 400.000 Liter Heizöl in Diesel umgewandelt

Mit einer Art Waschanlage wurden 400.000 Liter Heizöl in Diesel umgewandelt

Mit einer Art Waschanlage wurden 400.000 Liter Heizöl in Diesel umgewandelt

Mit einer Art Waschanlage wurden 400.000 Liter Heizöl in Diesel umgewandelt

Mit einer Art Waschanlage soll eine Gruppe von Bosniern und ein österreichischer Mineralölhändler im Salzburger Flachgau 400.000 Liter Heizöl in Diesel umgewandelt und gewinnbringend weiterverkauft haben.

Dabei soll ein Steuerschaden von mehr als 131.000 Euro entstanden sei, wie Beamte der Zollfahndung im Finanzministerium nach einem Bericht der Kronenzeitung bestätigten. Der Trick ist nicht neu. Der dem Heizöl zugesetzte Farbstoff wird eliminiert. Damit wird das Heizöl dem Diesel optisch täuschend ähnlich gemacht. "Aber nur optisch", erläuterte der Zollfahnder.

"So leicht kann der EU-weit gesetzlich vorgeschriebene Heizöl-Marker nicht entfernt werden. Chemisch ist sehr leicht nachweisbar, ob es sich um Heizöl oder Diesel handelt, auch wenn der Farbstoff weg ist. Auf diese Weise haben wir den Leuten in Salzburg ihren Betrug auch zweifelsfrei nachweisen können", erläuterte der Zollfahnder. Die Zollfahndung hatte die mutmaßlichen Betrüger wochenlang beobachtet und deren Telefone abgehört.

Meist größere Unternehmen als Abnehmer
Organisiert wurde das Heizölwaschen von einem in Österreich lebenden Bosnier. Ausgeforscht werden konnten zudem mehrere bosnische Staatsangehörige, die die ungewöhnlich leistungsfähige Anlage installierten und betrieben, sowie ein Mineralölhändler aus dem Flachgau, der das Heizöl für die Entfärbung geliefert und als Diesel weiterverkauft hat. Abnehmer des gefälschten Diesel waren meistens größere Unternehmen mit einer Haustankstelle, die laut Finanzministerium jedoch keine Ahnung hatten, für welches Produkt sie den normalen Dieselpreis bezahlten.

"Wir sind auf der Spur zu einigen weiteren derartigen Fällen, auch im aktuellen Fall sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen", erklärte der Zollbeamte. Der Steuerschaden beläuft sich auf knapp Euro 131.000 Euro, der sich aus der Differenz der Steuer von Heizöl und Diesel berechnet. Zum Vergleich: Die Steuer beträgt laut Aussendung des Finanzministeriums für 1.000 Liter Heizöl 98 Euro und für 1.000 Liter Diesel 425 Euro. Die Täter werden sich nicht nur wegen Steuerbetrugs, sondern auch wegen des Schmuggels von Chemikalien aus Bosnien verantworten müssen. Diese Chemikalien benötigten sie für den Entfärbungsprozess.


PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von Heute.at!

Ihre Meinung

Ihre Meinung

Fotoshows aus Österreich (10 Diaserien)
Weitere Interessante Artikel