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29.08.2012

Tappte in Falle

Geflohener Luchs wieder eingefangen

Luchs

Der Tierarzt betäubte "Vivi" in der Falle (© Neumayr)

Der am Sonntag aus dem Zoo Salzburg ausgerissene Luchs ist wieder eingefangen.

Das Jungtier ist in der Nacht auf Mittwoch auf dem Hellbrunner Berg in eine der drei Luchsfallen getappt. Diese waren am Dienstag aufgestellt worden.

Luchs aus Salzburger Zoo ausgebrochen

Die Fangversuche verliefen bisher erfolglos (© APA/Fotolia.com, Bildmontage)

In alle drei Fallen hatten Mitarbeiter des Tiergartens Rindfleisch gelegt, das dem Luchs besonders gut schmeckt. Und da er am Sonntag in der Früh zum letzten Mal gefüttert worden war, dürfte er inzwischen entsprechend hungrig gewesen sein, sodass er sich gleich anlocken ließ. Man sei zuversichtlich gewesen, die Katze einzufangen, aber dass es so schnell ging, sei doch überraschend, sagte Zoo-Sprecherin Christine Beck.

Luchs braucht nun Ruhe
"Vivious" wird nun von Tierarzt Jochen Lengger betäubt und in der Praxis im Zoo untersucht. Anschließend kommt der Luchs wieder in sein Gehege, vorerst allerdings nur in den hinteren Bereich, weil er nach der Aufregung der vergangenen Tage noch Ruhe benötigt, sagte Beck.

Der rund 14 Kilo schwere und 50 Zentimeter große Luchskater, der sich erst seit 7. August im Salzburger Zoo befindet, ist am Sonntag gegen 8.30 Uhr bei der Reinigung seines Geheges durch eine Tierpflegerin offenbar erschrocken und über den dreieinhalb Meter hohen Zaun des Geheges geklettert. In der Nacht davor waren Äste auf den Elektrodraht gefallen, die eine Erdung herstellten, wodurch der Zaun nicht mehr durch Strom gesichert war. Das Tier verkroch sich auf dem Hellbrunner Berg. Selbst ein Großaufgebot an Zoo-Mitarbeitern und Feuerwehrleuten konnte den Luchs in dem stark verwachsenen Gelände nicht einfangen.

Mehrere Ausbrüche
Es war dies bereits der dritte Zwischenfall mit Raubkatzen im Zoo Salzburg in diesem Jahr. Am 5. Juni rissen zwei weibliche Geparden aus, verließen das Tiergartengelände und marschierten Richtung Anif. Die Rufe der Mutter und der Einsatz Dutzender Tierpfleger und Polizisten hatten die beiden Ausreißer schließlich zur freiwilligen Rückkehr bewegt. Eines der beiden Tiere büxte am 1. Juli neuerlich aus. Nach rund zehn Minuten konnte es wieder ins Gehege zurückgedrängt werden. Dieser Vorfall wurde erst zwei Wochen später bekannt. In der Folge wurde beschlossen, den Neubau der Geparden-Anlage vorzuziehen. Die Arbeiten sind inzwischen im Gang und werden voraussichtlich im Oktober abgeschlossen.

Und auch bei Luchs-Gehege werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt: Die Stromtaktgeräte am Gehege werden mit einem System ausgerüstet, das sich bereits bei der Löwenanlage im Zoo bewährt hat: Bei einem Ausfall ergeht eine Mitteilung per SMS an den diensthabenden Tierpfleger.



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