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02.09.2012

Prozess gewonnen

Wiener bekommt 3.000 Dollar von UNO-Chef

Walter Gehr

Jurist Walter Gehr (© Hertel)

Walter Gehr wurde gemobbt. Generalsekretär Ban Ki-Moon ignorierte Gehrs Beschwerden 13 (!) Monate – ein schwerer Verstoß gegen die UNO-Korruptionsregeln.

Bereits am 27. Juni 2012 verurteilte ein UNO-Tribunal in Genf den eigenen Chef. Generalsekretär Ban Ki-Moon muss dem Wiener Juristen Walter Gehr 3.000 US-Dollar zahlen –  Heute berichtete exklusiv.  Jetzt ist das Urteil rechtskräftig, der Chef der Vereinten Nationen überwies Gehr das Geld, bestätigt dieser auf Heute-Anfrage.

Als Mitarbeiter der in Wien ansässigen Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hatte Korruptionsjäger Gehr Missstände aufgedeckt, wurde daraufhin gemobbt. Man warf ihm vor, die Beziehungen zur niederländischen Regierung zu gefährden, was diese schriftlich dementieren ließ. Gehr wandte sich an Ban Ki-Moon – und wurde 13 Monate lang ignoriert. Für Richter Thomas Laker ein klarer Verstoß gegen die strengen Korruptionsregeln der Vereinten Nationen.

Erich Nuler

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