Entführter Oliver (5) Österreich

Erster Erfolg für Mutter bei Prozess in Dänemark

Erster Erfolg für Mutter bei Prozess in Dänemark

Marion W. (40) und Thomas S. (40) streiten um Oliver (© Privat)

Obsorgestreit
Marion W. (40) und Thomas S. (40) streiten um Oliver
Seit fünf Monaten zittert Marion W. um ihren vom Vater aus Graz entführten Sohn Oliver – jetzt kann sie erstmals aufatmen: Sie fürchtete, keinen fairen Prozess zu bekommen. Doch das Gericht in Helsingör schenkte Dienstag allen ihren Argumenten Gehör.

Die Spannung war greifbar, als sich Dienstag zum ersten Mal seit der Entführung im April Mama Marion (40) und der dänische Vater Thomas S. vor Gericht Aug in Aug gegenüberstanden. Wie berichtet, hatte der Mann den kleinen Oliver am Weg zum Kindergarten in Graz seiner Mutter entrissen. Seither lebt der Bub in Dänemark. Am Dienstag begann dort nun der Prozess, der endgültig die Frage klären soll: Bei wem wird Oliver künftig leben, wo zur Schule gehen und aufwachsen?

Marion W. zitterte lange vor dem wichtigen Tag. Als sie schließlich das Gericht betrat, wirkte sie gefasst, lächelte sogar ein wenig – und konnte bald darauf einen ersten Erfolg verbuchen. Entgegen ihren Befürchtungen, der Vater könnte in seinem Heimatland Dänemark aufgrund der Rechtslage bevorzugt werden, ließ die Justiz sämtliche Anträge und Papiere der Rechtsvertreter der Österreicherin umfangreich verlesen. Die Richter hörten sich alle Argumente neutral und ruhig an. Mit einem Urteil wird am Donnerstag gerechnet.

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