Grausame Kindesmisshandlung Österreich

Eltern brachen 2 Monate altem Baby alle Knochen

Das gequälte Baby wurde in die Kinderklinik des LKH Graz gebracht

Das gequälte Baby wurde in die Kinderklinik des LKH Graz gebracht

Das gequälte Baby wurde in die Kinderklinik des LKH Graz gebracht

Das gequälte Baby wurde in die Kinderklinik des LKH Graz gebracht

Ein schwerer Fall von Kindesmissbrauch ist am Mittwoch im Burgenland bekannt geworden: Bei einer Untersuchung eines zwei Monate alten Babys haben Ärzte vergangene Woche mehrere Knochenbrüche, Prellungen und Blutergüsse entdeckt und Alarm geschlagen, berichtete die BVZ.

Das Mädchen befindet sich nun auf der Intensivstation des Landeskrankenhauses Graz (LKH) auf der Kinderchirurgie. Ihm gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte die Sprecherin der Universitätsklinik für Kinderchirurgie in Graz, Simone Pfandl-Pichler, mit. Die Eltern wurden festgenommen. Vom LKH hieß es Mittwochnachmittag: "Das Kind weist sehr schwer Verletzungen auf: Multiple und alte Brüche, unter anderem Serienrippenbrüche sowie Hämatome und andere Verletzungen." Sowohl die Kinderschutzgruppe als auch das Jugendamt seien in den Fall involviert.

Erst im März ist die Familie in ein Haus im Bezirk Güssing gezogen, zuvor lebten Vater, Mutter und ihr nun 15 Monate alter Sohn im steirischen Bezirk Feldbach. Schon seit dessen Geburt sei die junge Familie betreut worden. Man habe vom Krankenhaus damals den Hinweis bekommen, sich anzuschauen, wie die Mutter mit dem Kind zu Recht komme, erinnerte sich Bezirkshauptmann Wilhelm Plauder. Zwei Mal wöchentlich wurde die Familie betreut, von einer zweiten Schwangerschaft bzw. einem zweiten Kind habe man nichts gewusst.

Angeblich keine Hinweise auf Misshandlung
Als das junge Paar - sie ist 22 Jahre alt, er 25 - wegzog, fand ein Übergangsgespräch mit den burgenländischen Behörden statt. Hinweise auf Misshandlung habe es nicht gegeben, so Plauder. Das teilten am Mittwoch auch Vertreter des Landes mit. "Bereits in der Steiermark war eine Betreuung der Familie durch die Jugendwohlfahrt installiert. Diese Betreuung ist auch im Burgenland installiert worden", erklärte Elvira Waniek-Kain, Leiterin der Sozialabteilung des Landes. Mehrere Male in der Woche sei eine von zwei betreuenden Sozialarbeiterinnen bei der Familie gewesen. Misshandlung sei nie im Spiel gewesen, sagte Waniek-Kain.

Der Umgang mit den Kindern sei "zumindest nicht auffällig" gewesen, berichtete die Leitende Sozialarbeiterin des Landes, Bettina Horvath. Bei der Betreuung sei sehr viel Aufmerksamkeit daraufgelegt worden, wie es den Kindern geht, wie sie gepflegt und ernährungsmäßig verpflegt seien und wie die Mutter mit ihnen umgehe. Der Vater habe nicht ständig bei der Familie gelebt, aber die 22-Jährige unterstützt.

"Das hat es nicht gegeben"
"Wenn es dort Hinweise auf eine Misshandlung, zum Beispiel einen blauen Fleck oder ein verletztes Knie gegeben hätte, die nicht mit den Erklärungen zusammenpassen, dann hätten wir das sicher genau geprüft. Das hat es nicht gegeben", so Horvath. Man sei sehr betroffen, sagten die beiden Leiterinnen. Die Kinder nackt auszuziehen, dazu habe es keine Veranlassung gegeben.

"Wir dürfen in Elternrechte so viel wie nötig, aber so wenig wie notwendig einschreiten", erläuterte die Leitende Sozialarbeiterin. In einem Gutachten, das von einer Sachverständigen erstellt worden war, sei die Gefährdung der Kinder "nicht so hoch eingeschätzt worden", sagte Horvath.

Eltern leugnen die Taten
Vater und Mutter wurden Mittwoch bzw. Donnerstag vergangener Woche festgenommen und befinden sich nun in der Justizanstalt Eisenstadt bzw. Wr. Neustadt in Untersuchungshaft. Sie leugnen die Taten. In beiden Fällen lautet der Verdacht auf Quälen unmündiger Personen und absichtlich schwere Körperverletzung. Resultieren aus den schweren Verletzungen Dauerfolgen, müssen die Eltern bei einer Verurteilung wegen absichtlich schwerer Körperverletzung mit einer Freiheitsstrafe von ein bis zehn Jahren rechnen, ohne Dauerfolgen bis zu fünf Jahren, klärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, Magdalena Wehofer auf.


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