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27.09.2012
Antworten von Kardinal Christoph Schönborn
Von Medjugorje bis Wien
Kardinal Christoph Schönborn (© APA)
Das "Medjugorje-Friedensgebet" versammelt Jahr für Jahr Tausende Beter im Dom. Er herrscht eine unbeschreibliche Atmosphäre der Sammlung, der Freude, der Fürbitte. Medjugorje ist ein Dorf in Bosnien-Herzegowina. Was sich dort seit Juni 1981 abspielt, gehört zu den erstaunlichsten Phänomenen unserer Zeit:
Sechs Jugendliche haben Erscheinungen der Muttergottes, die sich "Königin des Friedens" nennt. Aus dem armen, stillen Dorf in den kargen Bergen Herzegowinas ist einer der größten Wallfahrtsorte auf Erden geworden. Monatliche "Botschaften" der Muttergottes gehen um die Welt.
Sie mahnen zum Gebet, zur Versöhnung, zur Umkehr. Und Abertausende gehen in Medjugorje beichten. Und finden zum Glauben. Und erlangen Heilung, an Leib und Seele. Umstritten ist Medjugorje dennoch. Ist es kirchlich anerkannt? Zumindest ist es nicht abgelehnt.
Es stehe nicht fest, ob die Erscheinungen "übernatürlich", also echt seien, sagt die Kirche. Aber es ist auch nicht auszuschließen. Tatsache ist, dass in Medjugorje viele kleine und große Wunder geschehen. Ich bin selber Zeuge davon. Es ist ein Ort, wo der Himmel die Erde berührt.
Das durften wir auch in Wien erfahren, im großen Medjugorje-Friedensgebet, mit Ivan Dragisevic, einem der sechs Seher. Nicht nur mir ging es so: Große Freude über die spürbare Nähe Marias – mitten in Wien!
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