Nur 2 Überlebende Österreich

6 Männer verbrennen bei Tiroler Flugzeugcrash

Ellbögen-Absturz Kleinflugzeug

Die zweimotorige Maschine geriet beim Absturz in Brand (© ZOOM-Tirol)

Flugzeugabsturz in Tirol

Tirol Ellbögen Kleinflugzeug abgestürzt
Die Ellbögener Feuerwehr kämpft sich durch die Reste des Wracks
Beim Absturz eines Kleinflugzeuges oberhalb von Ellbögen im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land starben Sonntag früh sechs Menschen, darunter der Pilot und fünf seit Jahren befreundete Zillertaler. Ein Jäger entdeckte die Unfallstelle.

Der Absturz einer zweimotorigen Cessna oberhalb von Ellbögen im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land hat Sonntag früh sechs Menschenleben gekostet. Insgesamt waren acht Personen an Bord der Maschine, die nach Valencia (Spanien) unterwegs war. Der Pilot, er wurde ebenfalls getötet, dürfte aus Zell am See stammen.

Die Cessna mit der Kennung "N738W" war um 6:50 Uhr gestartet. Laut Polizei sei kein Notruf abgesetzt worden. Unmittelbar nach dem Start habe es über Funk einmal Kontakt mit dem Piloten gegeben. Wenig später sei die Cessna vom Radar verschwunden.

Jäger wurde Zeuge des Aufpralls
Um 7:12 Uhr gab der Flughafen die Information an die Leitstelle weiter, dass im Wipptal eine Maschine außer Kontrolle geraten sei, berichtete der Chef des Landeskriminalamtes Walter Pupp. Wenige Minuten später hörte Jäger Hans Heinz Machalitzky von einem Hochstand aus Motorengeräusche und den Einschlag.

Beim Eintreffen an der Unfallstelle brannte das Wrack, einer der Überlebenden kam dem Jäger am zehn Meter von der Unglücksstelle entfernten Forstweg entgegen. Der zweite Überlebende lag mit schweren Verbrennungen in einem Steilstück des Waldes. Bereits um 7.42 Uhr waren dann die ersten Helfer an Ort und Stelle.

Deutlich zu sehen war ein Teil der rund 100 Meter langen Schneise, die die Maschine durch den Wald gezogen hatte. Auf dem steilen Hang war die Cessna schließlich in Flugrichtung Osten aufgeschlagen.

Rettungseinsatz schwierig
Der Rettungseinsatz erwies sich als schwierig. Wegen Schlechtwetters musste ein Hubschrauberflug abgebrochen werden. Die Hilfsmaßnahmen durch Rotes Kreuz und Feuerwehren erfolgten vom Boden aus. Im Einsatz standen rund 100 Mann der Feuerwehr, 70 Mann der Rettung und 20 Polizeibeamte, sowie zwölf Kriminalbeamte.

Schon am Samstag crashte ein Kleinflugzeug. Im burgenländischen Seewinkel wurde eine Pilotin verletzt, als sie beim Fliegen mit ihrem "Starfighter" einen Baumwipfel streifte.

APA/red.



 
  

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