Skurriler Rechtsstreit um "Seppi" Österreich

Villacher erzielt Freispruch für flügellahmen Kakadu

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Rechtsstreit um Rabenkakadu "Seppi" hat ein Ende.

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Rechtsstreit um Rabenkakadu "Seppi" hat ein Ende.

Fünf Jahre dauerte der skurrile Rechtsstreit um einen Kakadu. Jetzt gibt es ein Urteil: Der Vogel ist kerngesund. Die Klage wurde abgewiesen, wie die Kleine Zeritung berichtet.

In ganz Europa hatte der ungewöhnliche Rechtsstreit um einen Rabenkakadu für Schlagzeilen gesorgt. Hintergrund: Ein Däne war vor Gericht gezogen, weil ihm ein Züchter aus Villach einen angeblich gichtkranken, flügellahmen Kakadu verkauft hatte - Heute.at hat berichtet. Der Däne forderte als Entschädigung für das kranke Tier vom Kärntner 12.000 Euro.

Vogel ist gesund
Nach fünf Jahren Prozess am Landesgericht Klagenfurt - einmal musste der Vogel bei Gericht sogar vorfliegen - hat Richter Johann Baumgartner jetzt ein Urteil gefällt: "Die Klage des dänischen Züchters wurde abgewiesen", bestätigt Gerichtssprecher Martin Reiter. "Weil der Vogel vollkommen gesund ist."

"Seppi" flog schief
Und so begann die Groteske um "Seppi": 2007 tauschte der Villacher Züchter den Vogel gegen ein anderes Tier ein. Rabenkakadus haben im gesunden Zustand einen Wert von rund 12.000 Euro. Kurz danach beschwerte sich der Däne, "Seppi" leide im linken Flügel an chronischer Gicht und könne daher nur mehr schief fliegen. Er sei also für die Zucht völlig untauglich. Der Kärntner beteuerte, das schwarze Männchen sei bei der Übergabe völlig in Ordnung gewesen. Die beiden Streithähne trafen sich daraufhin vor Gericht. Es fanden mehrere Verhandlungen statt.

Höhepunkt des skurrilen Streits: 2010 wurde "Seppi" vorgeladen und musste von Dänemark "eingeflogen" werden. Bevor der vom Gericht angeordnete Flug unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, drehte der sichtbar gestresste "Seppi" vor den versammelten Medien einige Runden - und legte prompt eine Bruchlandung hin. Der Gerichts-Flug wurde übrigens mit einer Spezialkamera festgehalten.

Den Dänen kommt der lange Prozess teuer zu stehen: "Allein dem Beklagten muss er jetzt 17.705 Euro überweisen", sagt Reiter. Hinzu kommen die eigenen Kosten (rund 20.000 Euro).


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