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05.10.2012
Wegen Vorwürfen & Anzeigen
Land Kärnten kündigt Vertrag für Saualm
Das frühere Kindererholungsheim auf der Kärntner Saualm diente als "Sonderanstalt" für mutmaßlich straffällig gewordene Asylwerber (© Gert Eggenberger (APA))
Die neue Flüchtlingsbeauftragte Barbara Gutsche nannte Vorwürfe und Anzeigen gegen die Betreiberin und den daraus entstandenen Vertrauensverlust als Gründe für die Kündigung durch das Land. "Trotz unzähliger Kontrollen von Seiten der Behörden und strengen Auflagen zur Betreuung der Asylwerber wird es von Seiten des Landes im derzeit geschlossenen Heim keine Belegung mehr geben", heißt es in einer Aussendung.
"Die präventive Wirkung eines Quartiers für Personen mit besonderem Betreuungsbedarf hat sich deutlich positiv auf die anderen Asylwerberheime in Kärnten ausgewirkt", so die Flüchtlingsbeauftragte fest. Nun werde an einem Nachfolgeprojekt zur Unterbringung von Asylwerbern mit "besonderem Betreuungsbedarf außerhalb der Ballungsräume" bereits gearbeitet.
Neuer Standort noch offen
Das Heim auf der Saualm wurde zur Unterbringung mutmaßlich straffälliger Asylwerber eingerichtet. Wo das neue Heim stehen wird und ab wann dort Flüchtlinge untergebracht werden sollen, sei noch offen, hieß es auf Anfrage aus dem Flüchtlingsreferat.
Gutsche folgte mit Anfang Oktober dem bisherigen Leiter des Flüchtlingsreferats Gernot Steiner, der in Pension gegangen ist. Die Juristin sagte, sie werde einen anderen, dezenteren Stil in der Führung des Referats pflegen. Gutsche war bisher im Büro von Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) als Referentin für Wirtschaft, Recht, Fremdenwesen und Sicherheit tätig.
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