Jährliche Zivilschutz-Probe Österreich

Zur Sicherheit: Sirenen-Alarm in Österreich!

Großes "Probeheulen" der Wiener Sirenen am Samstag

Sirene am Dach hinter dem Wiener Rathaus.

Großes "Probeheulen" der Wiener Sirenen am Samstag

Sirene am Dach hinter dem Wiener Rathaus.

Am Samstag fand in Österreich der jährliche bundesweite Zivilschutz-Probealarm statt, bei dem gleichzeitig mehr als 8.203 Sirenen getestet wurden. Die an jedem ersten Samstag im Oktober vorgesehene Alarmierung dient einerseits der Überprüfung der technischen Einrichtungen, andererseits soll die Bevölkerung mit der Bedeutung der Warnsignale vertraut gemacht werden.

Die Ergebnisse des diesjährigen Zivilschutz-Probealarms sind sehr zufriedenstellend.  8.203 Sirenen wurden auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet, wobei 99,56 Prozent einwandfrei funktionierten. Keine Ausfälle gabe es im Burgenland, in Vorarlberg und in Wien, Bestwerte gab es auch in Oberösterreich (1 Ausfall bei 1430 Sirenen) und in Tirol (2 Ausfälle bei 964 Sirenen). In den anderen Bundesländern kam es lediglich zu geringen Ausfällen. Allgemein lag die Ausfallsquote nur bei etwa 0,44 Prozent (2011 bei 0,33 Prozent). An diesen Stellen werden nun Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt.

Die Ergebnisse des Zivilschutz-Probealarms 2011: Von 8.203 Sirenen funktionierten 99,67 Prozent einwandfrei. Nur 27 blieben stumm. Keine Ausfälle gab es in Wien, Bestwerte gab es auch in Niederösterreich (3 Ausfälle bei 2.450 Sirenen) und in Oberösterreich (2 Ausfälle bei 1.430 Sirenen). Die Ausfallsquote lag bei 0,33 Prozent (2010 bei 0,73 Prozent).

Zivilschutz Grafik

Österreich als Vorreiter in Europa
Österreich hat als eines der wenigen Länder in Europa sowohl ein flächendeckendes Sirenenwarnsystem als auch eine koordinierte Alarmierungsmöglichkeit über die Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Krisenkoordinationscenter des Innenministeriums. Diese Einrichtung ist für das von Bund und Ländern gemeinsam zu betreibende Warn- und Alarmsystem verantwortlich und zugleich Kontaktstelle für Katastrophen- und Krisenfälle im Ausland.

Die Bundeswarnzentrale fungiert gemäß den bi- und multilateralen Katastrophenhilfe- und Strahlenschutzabkommen als nationale Kontaktstelle für Meldungen über Stör- und Unfälle bzw. Vorfälle, die geeignet sind, bei der Bevölkerung Besorgnisse zu erwecken sowie für Fragen der Zusammenarbeit bzw. möglicher Hilfeleistung im Anlassfall.

Vorsicht: Kein echter Alarm
Informationen über die Massenmedien sorgten dafür, dass der Probealarm am 6. Oktober 2012 nicht mit einem echten Alarm verwechselt wurde und besorgte Bürger die Notrufnummern blockierten. Das "Programm": Zwischen 12.00 und 12.45 Uhr gab es vier Signale zu hören.

Zunächst heulten für 15 Sekunden alle Sirenen "probeweise". Dann folgte ein drei Minuten anhaltender Dauerton, der im Ernstfall vor einer herannahenden Gefahr warnt. Hier sollte man in einer echten Krisensituation das Radio oder den Fernseher einschalten, um sich über entsprechende Verhaltensmaßnahmen zu informieren.

Ein 60 Sekunden dauernder auf- und abschwellender Heulton bedeutete anschließend "Alarm". Im Ernstfall wären hier schützende Bereiche bzw. Räumlichkeiten aufzusuchen und die über Radio und TV durchgegebenen Maßnahmen zu befolgen.

 "Entwarnung" bedeutete der abschließende, eine Minute anhaltende Dauerton.


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