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12.10.2012

Riesiges Polizei-Aufgebot

Mann zielte mit Gewehr auf Passanten und Polizei

Luftdruckgewehr

Symbolbild (© Fotolia.com)

Die Passanten in der Fußgängerzone von Zell am See (Pinzgau) bekamen am Donnerstagabend einen Riesen-Schreck: Ein Einheimischer (34) stellte sich auf den Parkplatz einer Bank und bedrohte Passanten. Diese riefen sofort die Polizei. Doch auch die Beamten waren sehr in Sorge, als sie das Zielfernrohr auf dem Gewehr des Schützen sahen. Erst später stellte sich heraus, dass die Situation nur halb so wild war.

Es war 21.55 Uhr und damit bereits sehr dunkel, als der Pinzgauer drohte, alle Vorbeikommenden über den Haufen zu schießen. Als kurz nachhher die Polizei eintraf, gelang es den Beamten nur mit viel Überredungskunst, dass der Mann das Luftdruckgewehr weglegte. Er wurde festgenommen und in die Justizanstalt Salzburg gebracht.

"Die Lage ist deshalb sehr heikel gewesen, weil die Polizisten wegen der diffusen Lichtverhältnisse nicht gewusst haben, um welche Waffe es sich handelt", schilderte ein Polizist aus Zell am See. Der Pinzgauer hatte mehrmals mit dem Gewehr auf die Beamten gezielt. "Aber auch ein Luftdruckgewehr ist gefährlich. Damit kann man sehr wohl jemanden schwer verletzen, zum Beispiel wenn die Kugel ein Auge trifft." Verletzt wurde am Donnerstag niemand.

Polizei rückte mit Riesen-Aufgebot aus
Ein besorgter Anrufer hatte die Exekutive verständigt und die Beamten rückten mit einem Riesen-Aufgebot aus. Vier Sektorstreifen und eine Diensthundestreife waren im Einsatz. Der Gefahrenbereich in der Fußgängerzone wurde abgeriegelt. Die Polizisten näherten sich dem 34-Jährigen vorsichtig und sprachen ihn aus sicherer Deckung heraus an. Nach rund 20 Minuten war der Spuk vorbei. Der Pinzgauer ließ sich widerstandslos festnehmen. Er hatte 30 Schuss Munition dabei.

Als Motiv nannte der 34-Jährige psychische Probleme. "Er war in einem Ausnahmezustand", sagte der Polizist. Mit einer Waffe sei der Mann aber bisher noch nicht aufgefallen. Er wird wegen Gemeingefährdung und gefährlicher Drohung angezeigt und muss auch mit der Verhängung eines Waffenverbotes rechnen.

APA/red.



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