Anzeigentarife | Jobs bei Heute.at

Heute im Brennpunkt: Tote am Mount Everest | Ukraine-Krise

Lade Login-Box.

Schönste Stewardess- Uniformen

Bewerten Sie selbst!

Schönste Stewardess- Uniformen

So feiern unsere Promis Ostern

Nesterln, Hasen und Eier

So feiern unsere Promis Ostern

Porsche 911 Turbo S Coupé

Eine Ikone im Test

Porsche 911 Turbo S Coupé

12.10.2012

Bedingte Haftstrafe

Arzt nach Tod von Kind zu 6 Monaten verurteilt

Das Gericht stellte die Schuld des Mediziners fest

Das Gericht stellte die Schuld des Mediziners fest (© Robert Parigger/APA)

Der Prozess gegen einen Mediziner nach dem Tod eines zweijährigen Kindes aus Osttirol im Jahr 2009 hat am Freitag am Innsbrucker Landesgericht mit einem Schuldspruch geendet. Der behandelnde Arzt wurde wegen fahrlässiger Tötung zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt. "Der Tod des Buben hätte an diesem Tag vermieden werden können", erklärte Richter Clemens Krenn. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.

Die starke Verschlechterung des Gesundheitszustandes hätte dem angeklagten Mediziner auffallen müssen, begründete Richter Krenn: "Wenngleich die entsprechende Behandlung eingeleitet worden wäre, hätte der Bub noch gerettet werden können oder zumindest ein längeres Leben gehabt."

Der Mediziner bekannte sich für nicht schuldig. Er habe mit den Eltern einen "ganz normalen Behandlungsvertrag abgeschlossen", beteuerte er. Im ersten Prozess Mitte September des vergangenen Jahres war der Mann zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt worden. Das Urteil wurde jedoch vom Obersten Gerichtshof (OGH) nach einer Nichtigkeitsbeschwerde der Verteidigung aufgehoben.

Ärzten nicht vertraut
Die Eltern des verstorbenen Buben hätten sich an den Beschuldigten gewandt, weil sie den Ärzten in der Innsbrucker Kinderklinik nicht vertrauten. "Wir haben Angst gehabt und hatten das Gefühl, dass uns etwas verschwiegen wird", berichtete die Mutter. Die Ärzte der Kinderklinik seien der Auffassung gewesen, dass der Bub lediglich mithilfe einer Knochenmarktransplantation geheilt werden hätte können. Dies hätten die Eltern strikt abgelehnt. "Wir wollten neben der Schulmedizin noch einen anderen Weg gehen", sagte die Mutter vor Gericht. Der angeklagte Mediziner habe den Buben schließlich mit homöopathischen Mitteln behandelt. Er habe sich den Eltern gegenüber verpflichtet gefühlt und ihrem Wunsch, den Buben zu Hause zu betreuen, Folge geleistet, erklärte Verteidiger Christian Hübner.

Der Zweijährige litt an einem schweren, angeborenen Immundefekt. Die Eltern, die das Kleinkind bis zu seinem Tod am 6. März 2009 auf eigenen Wunsch zu Hause versorgten, waren in einem ersten Prozess zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Der OGH hatte das Urteil, eine bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe, auf sechs Monate reduziert. Diese Urteile waren somit rechtskräftig.

News für Heute?


Verwandte Artikel

85-Jährige brutal überfallen: 7 Jahren Haft

Ein Täter mehrfach vorbestraft

85-Jährige brutal überfallen: 7 Jahren Haft

Justin Bieber muss im Mai vor Gericht

Wegen Körperverletzung

Justin Bieber muss im Mai vor Gericht

Silvio Berlusconi muss ins Altersheim

Sozialdienst statt Hausarrest

Silvio Berlusconi muss ins Altersheim

Causa Hannes Kartnig landet vor dem OGH

Wird noch einmal verhandelt?

Causa Hannes Kartnig landet vor dem OGH

Mordprozess gegen "Hummer"-Fahrer geht weiter

Ungarischer Cop überfahren

Mordprozess gegen "Hummer"-Fahrer geht weiter

Lebenslang für Stöckelschuh-Mörderin

Ana Trujillo verurteilt

Lebenslang für Stöckelschuh-Mörderin



TopHeute


MeinungHeute

Lade TED

Ted wird geladen, bitte warten...


ÖsterreichVideoHeute