3,1 Millionen Euro versickerten Österreich

Nach Selbstmordversuch: Festspiel-Chef vor Gericht

Nach Selbstmordversuch: Festspiel-Chef vor Gericht

Ex-Festspiel-Chef Kretschmer beim Prozess (© Franz Neumayr. Picturecdesk)

Ex-Festspiel-Chef Kretschmer beim Prozess
Ex-Festspiel-Chef Kretschmer beim Prozess
Als Technischer Direktor der Osterfestspiele war Klaus Kretschmer (52) in Salzburg ein VIP. Als aufflog, dass er Millionen veruntreut haben soll, sprang er von einer Brücke. Montag erschien er als gebrochener Mann vor Gericht – nach Wirbelbrüchen auf Krücken.

Sein Porsche Cayenne und die Luxusvilla sind weg, sein Ruf ist ruiniert: Als 2010 bekannt wurde, dass bei den Salzburger Osterfestspielen 3,1 Millionen Euro weggekommen sind, sprang Ex-Direktor Klaus Kretschmer auch noch von einer Brücke. Doch der Lebensmüde kam mit schweren Verletzungen davon.

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn und Ex-Geschäftsführer Michael Dewitte wegen Untreue (es gilt die Unschuldsvermutung). Die Festspiele wollen Schadenersatz. Und im Zivilverfahren dazu sagte Kretschmer erstmals aus, wie der Hase in der Hochkultur so lief:

Er köderte den Russen Igor Vidyaev als Festspiel-Mäzen und kassierte von dessen 2,5-Millionen- Spende 300.000 Euro Provision. Die wieder floss zu einer Briefkastenfirma in Belize mit Konten in Nordzypern. Verdächtig? Kretschmer sagt: "Nein, Finanzboss Dewitte wusste alles." Als Komplize?

Wolfgang Höllrigl


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