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24.10.2012

Antworten von Kardinal Christoph Schönborn

Nationalfeiertag – ein Grund zum Feiern?

Schönborn

Kardinal Christoph Schönborn erteilt dem homosexuellen Pfarrgemeinderat persönlich seinen Segen. (© APA)

Morgen ist Nationalfeiertag. Ich feiere ihn in Rom, wo ich zurzeit an der weltweiten Bischofssynode der Katholischen Kirche teilnehme. Gestern meinte ein römischer Taxifahrer, als ich ihm sagte, dass ich aus Österreich komme, ganz spontan: "Euch geht es ja gut!" Es hat sich bis nach Italien herumgesprochen, dass es unserem Land besser geht als den krisengeschüttelten Ländern im Süden Europas: Spanien, Italien und noch stärker Griechenland.

Ja, hier in Italien spüren viele die Krise sehr deutlich. Ich meinte zu meinem Taxifahrer: Aber ihr in Italien seid doch fleißig, arbeitet viel (was wirklich stimmt, entgegen den Vorurteilen bei uns). Doch, doch, meinte er, viele bei uns haben sogar zwei Jobs, um über die Runden zu kommen. "Aber ihr im Norden Europas seid einfach besser organisiert." Ja, es geht uns besser – auch wenn bei uns so manche den Gürtel enger schnallen müssen.

Wir haben allen Grund zu danken, gerade morgen, am "Tag der Fahne", wie unser Nationalfeiertag ursprünglich hieß. Warum eigentlich der 26. Oktober? Weil 1955 dieser Tag der erste war, an dem sich kein ausländischer Besatzungssoldat mehr in unserem Land befand. Österreich war tatsächlich wieder frei. Und seither erleben wir eine in der Geschichte kaum einmal da gewesene Friedensperiode.

Der Eiserne Vorhang ist gefallen, Europa ist weitgehend geeint. Dass so manche dunkle Wolke zeigt, dass wir in schwierigere Zeiten gehen, soll uns nicht entmutigen. Gott von Herzen zu danken, ist allemal angebracht, morgen ganz besonders.

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