Harte Strafen drohen Österreich

Brutaler Gams-Schütze aus Video wurde identifiziert

Gamsjagd

Einer der brutalen Jäger und die Gams (© Screenshot)

Ein Video über eine brutale Gamsjagd in Tirol schockt ganz Österreich. Jetzt geht es den Jägern an den Kragen, wie der Landesjägermeister im Gespräch mit Heute.at bestätigt. Bereits identifiziert wurden bisher drei Personen, darunter der grausame Schütze.

Das am Montag publik gewordene Video zeigt, wie eine angeschossene, blutende Gams in absolut beschämender Art und Weise über Felsen gestreift wird. Der Tiroler Landesjägermeister Anton Larcher kündigt nun im "Heute.at"-Gespräch harte Strafen für die Jäger an:

"Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um die Verantwortlichen in Rechenschaft zu ziehen", empört sich der Jäger im Gespräch mit Heute.at. "In den 30 Jahren meines Berufs habe ich noch nie etwas derart Barbarisches gesehen", so Larcher weiter.

Das Jagdvideo sorgt für Entsetzen

Jäger identifiziert
Inzwischen wurde das Video vom Tiroler Jägerverband und vom zuständigen Bezirksjägermeister Thomas Messner analysiert. Dabei konnten einige der Beteiligten identifiziert werden. Der Schütze soll ein russischer Jäger sein.

"Ich gehe davon aus, dass der Schütze im Besitz einer Jagdkarte ist. Ich werde jedenfalls alles in meiner Macht stehende tun, dass jemand, der so agiert, nie mehr wieder in Tirol jagen wird", stellt Landesjägermeister Larcher in einer Aussendung fest.

Strenge Strafen drohen
Die Jäger werden wohl alle ihre Jagdkarten verlieren, so Larcher. Wetiers gibt es bereits eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Und: Ein Disziplinarverfahren wird eingeleitet. Die Jäger müssen zudem mit einer saftigen Geldstrafe rechnen, dem Pächter droht die Auflösung des Jagdpachtvertrages. Zudem will Larcher die Namen der Verantwortlichen veröffentlichen.

Fakt ist: Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben bleiben dem Jagdpächter 10 Tage ab Erlegung einer Gams, bis diese der Behörde zu melden ist. Larcher: "Sobald wir weitere Details und Fakten vorliegen haben, werden wir diese schauerlichen Aktionen mit aller zu Gebote stehenden Schärfe und Härte ahnden. Ich konnte den Jagdpächter des betroffenen Jagdgebietes bis dato nur telefonisch zur Rede stellen. Man kann allerdings davon ausgehen, dass neben dem Schützen auch der Jagdleiter des betroffenen Reviers sowie alle beteiligten Personen rechtlich zur Verantwortung gezogen werden."

Tierschützer: Kollegen deckten Tierquäler
Nach Meinung des Österreichischen Tierschutzvereins haben die Jagdkollegen den Tierquäler tagelang gedeckt, bis das Video online gestellt wurde. Die Tierschützer fordern, dass ihr Untätigbleiben im konkreten Fall als Tatbeteiligung zu qualifizieren ist.








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