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27.08.2013

Harte Strafen drohen

Brutaler Gams-Schütze aus Video wurde identifiziert

Ein Video über eine brutale Gamsjagd in Tirol schockt ganz Österreich. Jetzt geht es den Jägern an den Kragen, wie der Landesjägermeister im Gespräch mit Heute.at bestätigt. Bereits identifiziert wurden bisher drei Personen, darunter der grausame Schütze.

Das am Montag publik gewordene Video zeigt, wie eine angeschossene, blutende Gams in absolut beschämender Art und Weise über Felsen gestreift wird. Der Tiroler Landesjägermeister Anton Larcher kündigt nun im "Heute.at"-Gespräch harte Strafen für die Jäger an:

"Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um die Verantwortlichen in Rechenschaft zu ziehen", empört sich der Jäger im Gespräch mit Heute.at. "In den 30 Jahren meines Berufs habe ich noch nie etwas derart Barbarisches gesehen", so Larcher weiter.

Das Jagdvideo sorgt für Entsetzen

(© Screenshot - Youtube)

Jäger identifiziert
Inzwischen wurde das Video vom Tiroler Jägerverband und vom zuständigen Bezirksjägermeister Thomas Messner analysiert. Dabei konnten einige der Beteiligten identifiziert werden. Der Schütze soll ein russischer Jäger sein.

"Ich gehe davon aus, dass der Schütze im Besitz einer Jagdkarte ist. Ich werde jedenfalls alles in meiner Macht stehende tun, dass jemand, der so agiert, nie mehr wieder in Tirol jagen wird", stellt Landesjägermeister Larcher in einer Aussendung fest.

Strenge Strafen drohen
Die Jäger werden wohl alle ihre Jagdkarten verlieren, so Larcher. Wetiers gibt es bereits eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Und: Ein Disziplinarverfahren wird eingeleitet. Die Jäger müssen zudem mit einer saftigen Geldstrafe rechnen, dem Pächter droht die Auflösung des Jagdpachtvertrages. Zudem will Larcher die Namen der Verantwortlichen veröffentlichen.

Fakt ist: Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben bleiben dem Jagdpächter 10 Tage ab Erlegung einer Gams, bis diese der Behörde zu melden ist. Larcher: "Sobald wir weitere Details und Fakten vorliegen haben, werden wir diese schauerlichen Aktionen mit aller zu Gebote stehenden Schärfe und Härte ahnden. Ich konnte den Jagdpächter des betroffenen Jagdgebietes bis dato nur telefonisch zur Rede stellen. Man kann allerdings davon ausgehen, dass neben dem Schützen auch der Jagdleiter des betroffenen Reviers sowie alle beteiligten Personen rechtlich zur Verantwortung gezogen werden."

Tierschützer: Kollegen deckten Tierquäler
Nach Meinung des Österreichischen Tierschutzvereins haben die Jagdkollegen den Tierquäler tagelang gedeckt, bis das Video online gestellt wurde. Die Tierschützer fordern, dass ihr Untätigbleiben im konkreten Fall als Tatbeteiligung zu qualifizieren ist.









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11 Kommentare von unseren Lesern

0

Gunter (52)
29.08.2013 18:15

Brutaler Gamsschütze
Hoffentlich wird auch dieser Russe, sowie die Jägerschaft mit einer hohen Strafe belegt, was ich persölich nicht glaube, man wird sehen.

0

Peettriple (3)
28.08.2013 07:25

Wie sowas nur passieren kann...
... dabei weiß doch eh ein jeder, der auch nur ansatzweise mit sowas schon in Berührung gekommen ist (Jäger), dass es wohl keinen Waidmann gibt, der nicht im Glashaus sitzt. Unvergessen die Aussagen eines Bekannten 'Es war langweilig, da hab ich einen Bussard erschossen' oder 'Mal sehen was passiert, wenn ich den Schuss weiter hinten ansetze'. Die Jagdkollegen, die ihr Tun wirklich nur für den dafür vorgesehenen Zweck erfüllen kann man an einer Hand abzählen. Beim Rest kommt immer ein wenig das Gefühl auf, es müsste etwas kompensiert werden...

0

Ludwig54 (192)
28.08.2013 03:15

Jagd, Jäger, Wilderer, etc.
Beim Anblick solcher Jagdmethoden stellt sich für mich die wohl berechtigte Frage. "Ja ticken die noch richtig?"
Und wenn das nur Einer aus dem ganzen Rudel ist dann ist es Einer zuviel.
Um das so gut als möglich auszuschließen fordere ich die sofortige Einführung des psychologischen Eignungstests für jeden Jäger.
Gleich wie bei einem Antrag auf Ausstellung einer WBK.
Hier ist dies zwingend vorgeschrieben. Bei den Jägern anscheinend nicht.

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ivj (2)
27.08.2013 16:36

Sadisten!
NICHTS wird denen passieren! Diese Art mit Tieren umzugehen, ist bei Jägern alltäglich und wohl noch sehr harmlos im Gegensatz zu dem, was unbeobachtet passiert! Dass es gefilmt wurde, wird die Jäger am meisten ärgern und sie werden zukünftig sehr darauf achten, dass sie bei ihrer sadistischen Lustbefriedigung keine unliebsamen Zuschauer haben!

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stricklziach... (16)
27.08.2013 15:14

Unfassbar
Die Bilder schockieren einfach nur,ich hoffe dafür gibt es sehr harte Strafen für alle Beteiligten.
Aber eine Frage sei mir schon gestattet: Warum muss man so einen Film noch so aufmachen mit den Titeln zu Beginn und welche Rolle bei dieser Jagd spielten eigentlich die oder der Filmemacher,denn zufällig war der oder die nicht vor Ort !!!
Also lieber Staatsanwalt darauf hätte ich auch gerne eine Antwort ???

0

silver. (2094)
27.08.2013 21:15

Antwort auf Unfassbar
das war ein holländischer Tourist der vorbeiwanderte und sie filmte, hättest den vorigen Artikel lesen können.

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Sabrinaa1 (10)
27.08.2013 14:36

Und da wundert sich noch jemand?
Dass man im Laufe der Zeit einen gewissen Ausländerhass entwickelt?! Mich wundert nichts mehr ...

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Sabrinaa1 (10)
27.08.2013 14:34

Hoffentlich setzt sich Anton Larcher
auch wirklich dafür ein dass so etwas nie mehr passiert!!!!!!

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Ludwig54 (192)
28.08.2013 03:26

Antwort auf Hoffentlich setzt sich Anton Larcher
Wenn Anton Larcher aus dem gleichen Holz geschnitzt ist wie ich persönlich einige Larcher´s kenne dann braucht man sich keine Sorge machen. Die, die ich kenne lassen sich nicht in´s Bockshorn jagen und auch von niemanden mundtot machen. Die sind von relativ ruhiger Art aber immer aufrecht und stehen zu ihrem Wort.

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Tierfreundin... (34)
27.08.2013 10:48

Grausam
Wieso können Menschen so extrem grausam mit Tieren umgehen? Ich hoffe, dass alles was in dem Artikel steht auch wirklich durchgeführt wird und nicht nur leere Zeilen bleiben.....


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