Vulkanausbruch in Island

Flugverbot: AUA prüft Schadenersatzforderung

Bislang gibt es noch keine konkrete Zahlen zu den Verlusten der Fluggesellschaften, die durch den Ausbruch des Eyjafjalla-Vulkans mit den anschließenden Luftraumsperren entstanden sind. Doch Schätzungen zufolge handelt es sich um mehrere hundert Millionen Euro - eine riesige Zusatzbelastung für die meist ohnehin finanziell angeschlagenen Airlines.

Nun prüfen die ersten Fluglinien rechtliche Schritte gegen die europäische Lufraumbehörde Eurocontrol, welche die umfangreichen Flugverbote verhängte. Neben der deutschen Lufthansa und der Air Berlin sowie dem britischen Billigflieger EasyJet erwägen auch die Austrian Airlines diese Möglichkeit.

Kein Schnellschuß
"Wir werden das in Ruhe prüfen", bestätigte Konzern-Sprecher Martin Hehemann gegenüber Heute.at. Den österreichischen Behörden wird kein Vorwurf gemacht, denn sie hätten ohnehin schnell reagiert und wieder Flüge zugelassen. Alleingänge gegen die europäischen Stellen werde es aber keine geben, sondern wenn, dann nur ein gemeinsames Vorgehen mit anderen Airlines.

Konkret wird nicht nur seitens der AUA kritisiert, dass die Sperren rein auf Basis einer Computersimulation ausgesprochen wurden. Es gab weder Messungen noch waren Grenzwerte festgelegt. Auch fehlten für diesen Fall klare Regeln, was anhand der Werte zu tun sei.

Staat wird nicht belangt
"Es ist ein Schaden für die Passagiere und die Airlines entstanden," so Hehemann. "Wir haben auch im Sinne unserer Aktionäre Handlungsbedarf." Gleichzeitig betonte er jedoch, dass keine Subventionen vom Staat gefordert werden.

Es wird nicht bestritten, dass das Durchfliegen einer hochkonzentrierten Aschewolke den Ausfall von Triebwerken verursachen kann. Die Decke über Österreich etwa sei aber so dünn gewesen, dass keine Gefahr von ihr ausging, so die Argumentation. Daher wurde das Flugverbot auch schnell wieder von der heimischen Austrocontrol aufgehoben.


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