Griechenland-Pleite

Kettenreaktion: Griechenland lässt Wiener Börse purzeln

Der deutsche DAX fiel am Vormittag um 1,52 Prozent, um 15:00 Uhr lag er nur noch rund ein halbes Prozent im Minus. Der Euro-Stoxx-50 gab 1,83 Prozent nach.


Die Verluste erfolgten in Wien auf breiter Front. Keine einzige Aktie im prime market notierte im Plus. Besonders unter Druck kamen Immobilien- und Finanzwerte. Bei den Bankenschwergewichten verlor Raiffeisen International deutliche 7,82 Prozent. Die Erste Group fielen um 5,53 Prozent auf 31,80 Euro.


Wegen der Krise hat Finanzminister Josef Pröll für heute Nachmittag eine Krisensitzung mit dem Gouverneur der österreichischen Nationalbank sowie den Vorständen der heimischen Banken einberufen.

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Portugal unter Druck
An den Aktienmärkten herrscht Nervosität. Die internationalen Börsen gaben bereits gestern Abend nach, als das Rating für griechische Staatsanleihen von der Ratingagentur Standard & Poor's auf das Ramschniveau "BB+" gesenkt wurde. Zusätzliche Besorgnis löste die Nachricht aus, dass auch das Euro-Land Portugal, das ebenfalls mit einem großén Defizit zu kämpfen hat, erneut herabgestuft wurde. Experten warnen vor einer Kettenreaktion. Der Euro fiel mit rund 1,3290 Euro auf einen der niedrigsten Stände seit einem Jahr.

Krisengipfel auch in Berlin und Brüssel
Gegenwärtig sind der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, sowie der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, zu einem Krisen-Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Für den 10. Mai wurde ein EU-Sondergipfel einberufen. Dort soll die Milliarden-Hilfe für Griechenland verabschiedet werden.


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