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19.08.2011
Unwetter über Österreich sorgen für Dauereinsätze
Rund 100 Einsätze verzeichnete die Feuerwehr am Freitag aufgrund der heftigen Gewitter. Besonders schlimm war Kärnten betroffen: Badegäste gerieten in Seenot, ein entwurzelter Baum zerstörte ein fahrendes Auto und verletzte zwei Insassen, Hagel ging nieder.
Sturmböen bis zu 70 km/h und vereinzelte Hagelschauer machten den Einsatzkräften das Leben schwer. Am Faaker See wurde gegen 14:00 Sturmwarnung ausgerufen, die Wasserrettung musste einen Vater und seinen fünfjährigen Sohn von einer Luftmatratze bergen. Außerdem wurden noch zwei weitere Schwimmer von der Rettung in Sicherheit gebracht.
Am Großglockner wurde eine Bergsteigerin von einem Blitz gestreift. Die 64-Jährige musste mit Lähmungserscheinungen an der Hand vom Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Lienz eingeliefert werden. Außerdem wurden kärntenweit Dächer und Autos beschädigt, zahlreiche Straßen mussten wegen umgeknickter Bäume und Vermurungen freigeräumt werden.
Fahrzeug von Baum zerstört
Der wohl spektakulärste Zwischenfall ereignete sich in Villach. Das Unwetter entwurzelte einen Baum, der mit voller Wucht auf ein gerade vorbeifahrendes Cabrio stürzte. Lenker und Beifahrer wurden leicht verletzt. Das Fahrzeug wurde durch die Wucht des Anpralls stark beschädigt, die Feuerwehr musste die Straße räumen. Das Kuriose: Bereits im vergangenen Jahr kam es zu einem fast identischen Zwischenfall an der gleichen Stelle. Damals wurden drei Menschen verletzt.
Bereits bei Unwettern in der Nacht auf Donnerstag sind durch Blitzschlag acht Personen verletzt und drei Brände ausgelöst worden.
Eine Gruppe deutscher Touristen ist in Bregenz durch einen Blitzschlag leicht verletzt worden. Die Gäste eines Campingplatzes in der Nähe des Bodenseeufers hatten während des Gewitters Unterschlupf unter einem Baum gesucht.
Gegen 23 Uhr schlug der Blitz in diesen Baum ein. Die Urlauber erlitten unter anderem leichte Verbrennungen. Ein Mann wurde durch den Einschlag einige Meter weit weg geschleudert. Der Verletzte musste ins Spital Dornbirn eingeliefert werden, er liege aber auf Normalstation, hieß es.
Salzburg:
In Henndorf in Salzburg schlug ein Blitz in ein landwirtschaftliches Gebäude ein und setzte es in Brand. Die Flammen wurden von der örtlichen Feuerwehr gelöscht. In Elixhausen verursachte ein Blitzeinschlag ein Feuer in der elektrischen Anlage eines Strommasten, sagte ein Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos.
In der Stadt Salzburg gingen nach Blitzeinschlägen mehrere Brandmelder los, sodass die Berufsfeuerwehr ausrücken musste. Außerdem fielen Äste eines Baumes auf ein Auto und beschädigten dieses.
Oberösterreich:
In Schörfling am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) ist ein Bauernhof abgebrannt. Die Besitzer konnten das Haus unverletzt verlassen - von einem Ziegel getroffen wurde hingegen ein Nachbar, der half, Rinder aus dem Stall zu holen, berichtete die Sicherheitsdirektion Oberösterreich.Ein Blitzschlag löste gegen 4 Uhr das Feuer aus, das sich über den Heuboden auch auf das Wohnhaus ausbreitete.
Glimpflicher ging ein Blitzschlag in Engerwitzdorf (Bezirk Urfahr-Umgebung) aus. Das Dach einer Maschinenhalle wurde aufgerissen, der Besitzer konnte aber selbst mit einem Pulverlöscher die Flammen eindämmen.
Schwere Gewitter suchten am Freitag zu Mittag Salzburg heim: Vor allem in Sankt Johann in Pongau und in Tamsweg musste man mit Hagel und Sturmböen rechnen. Auch in Kärnten gab es heftige Unwetter: In Hermagor und Spittal an der Drau regente es teils heftig. In Niederösterreich fürchten sich nun viele Besucher des Frequency-Festivals vor bevorstehenden Unwettern.
Ab Samstag soll das Wetter stabil sommerlich bleiben.
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