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Waldbesitzer sperrt Pilgerweg für Geistliche

Die von Rothwangl neben offiziellen Wegweisern und Markierungen montierte Warntafel mit der Aufschrift "Kinderschutzgebiet" wird durch den Zusatz ergänzt: "Das Betreten dieses Grundstücks ist Priestern, Ordenspersonal oder anderem Kirchenpersonal gemeinsam mit unbeaufsichtigten Kindern ohne Beisein von deren Eltern, Vormunden oder Bevollmächtigten verboten. Zuwiderhandlungen werden ausnahmslos angezeigt."  

"Ganz arg im Argen"

"Mir sind einige Fälle massiven Missbrauchs gerade auf solchen Pilgerfahrten bekanntgeworden", begründete er seinen Entschluss. Der Kirche wirft er als Institution vor, eine "Vertuschungsorganisation" zu sein. Trotz der bisherigen Maßnahmen liege der Umgang mit dem Thema nach wie vor "ganz arg im Argen".

Rothwangl verweist auf seine eigenen traumatischen Erfahrungen als Missbrauchsopfer in einem kirchlichen Internat in Graz, er wisse daher genau, welche Nachwirkungen solche Ereignisse auf die Psyche haben.

Rechtlich schwer haltbar
Ob es tatsächlich zu Anzeigen kommen wird, ist zu bezweifeln. Zum einen stehen derartige willkürliche Beschränkungen der im Forstgesetz festgeschriebenen Wegefreiheit entgegen, zum anderen dürfte es dem initiativen Waldeigentümer auch weniger um die Ahndung konkreter Übertretungen als um Aufmerksamkeit für das Missbrauchsthema gehen.

Bei der Diözese Graz-Seckau verweist Bischof-Sprecher Georg Plank auf das Bemühen, "alles zu tun, um Fälle sexuellen Missbrauchs durch kirchliche Verantwortliche aufzuarbeiten und alles Menschenmögliche zur
Wiedergutmachung zu tun".

APA/red.

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