Niederösterreich

Angriff auf Nerven der Anrainer

Hört man die Schilderungen der Kindergärtnerin Marion Kahry, wähnt man die Vorfälle von vergangener Woche eher in einer Krisenregion in Afrika als in Wöllersdorf-Steinabrückl. In etwa 15 Metern Höhe wären Blackhawk-Hubschrauber in der Vorwoche mehrmals täglich über das Wohngebiet und den Kindergarten gedonnert. Das imposante Aushängeschild des Bundesheeres habe die Kinder sogar derart erschreckt, dass diese sich versteckt hätten.

Grund für den Großangriff auf die Nerven der Anrainer war eine Übung des Jagdkommandos, an der auch Elitesoldaten aus Deutschland teilnahmen. Dafür wurde das aufgelassene Kasernengelände in Wöllersdorf, das zahlreiche Grundwehrdiener vom Präsenzdienst kennen, genutzt.

Als Ergebnis der Übung hagelt es nun Anrainerproteste in der Gemeinde. Die Bevölkerung fürchtet, dass das Jagdkommando das Areal nun ständig nutzen könnte. Im Falle einer andauernden Lärmbelästigung fürchten die Besitzer einen Wertverfall ihrer Grundstücke. Ursprünglich hat ja das Heer geplant, das Gelände zu verkaufen. Bislang haben die Gemeindeverantwortlichen auch keine gegenteiligen Informationen erhalten.

An diesem Plan habe sich laut Bundesheer auch nichts geändert. Ein ständiger Flugbetrieb in Wöllersdorf sei nicht vorgesehen, beteuern die Verantwortlichen.


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