Mietwagen nach Serbien gebracht

Autoschieber-Bande aufgeflogen: 400.000 Euro Schaden

Die Täter mieteten hochpreisige Mietautos an und brachten die Fahrzeuge nach Serbien. Das Foto zeigt die Verdächtigen Dragan Stojkovic, Dejan Krstic, Jelena Davidovic und Dimitrije Nikodinovski.

Die Täter mieteten hochpreisige Mietautos an und brachten die Fahrzeuge nach Serbien. Das Foto zeigt die Verdächtigen Dragan Stojkovic, Dejan Krstic, Jelena Davidovic und Dimitrije Nikodinovski (von links).

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Die Täter mieteten hochpreisige Mietautos an und brachten die Fahrzeuge nach Serbien. Das Foto zeigt die Verdächtigen Dragan Stojkovic, Dejan Krstic, Jelena Davidovic und Dimitrije Nikodinovski.

Die Täter mieteten hochpreisige Mietautos an und brachten die Fahrzeuge nach Serbien. Das Foto zeigt die Verdächtigen Dragan Stojkovic, Dejan Krstic, Jelena Davidovic und Dimitrije Nikodinovski (von links).

Eine achtköpfige serbisch-schwedische Verbrecherbande hat teure Mietwagen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien im Wert von mindestens 400.000 Euro nach Serbien gebracht und in Schweden als gestohlen gemeldet. Die Polizei in Wiener Neustadt sucht mittels Fotos von vier Verdächtigen nach weiteren Opfern der Betrüger.

Seit Ende Oktober ermittelt die Polizei in Niederösterreich gegen Jelena Davidovic (25) und Dragan Stojkovic (43) wegen betrügerischen Anmietungen von Fahrzeugen des Autovermieters Europcar. Bei den vier in Österreich begangenen Delikten entstand ein Schaden von über 160.000 Euro. Stojkovic und sein Landsmann Dejan Krstic (43) wurden an der serbisch-ungarischen Grenze festgenommen und nach Österreich überstellt.

Jelena Davidovic sowie der 69-jährige mutmaßliche Komplize Dimitrije Nikodinovski sind flüchtig. Da die Ermittler von weiteren Taten ausgehen, wird mit Hilfe von Fotos der mutmaßlichen Täter nach möglichen Opfern gesucht.

Täter täuschten Opferrolle vor
Die Täter gingen immer gleich vor. Sie mietete zumeist bei Autovermietern nahe von Flughäfen Wagen an, brachten diese jedoch sofort nach Serbien. In Schweden erstatteten sie Anzeige gegen unbekannt. Dies hat laut Polizei den Hintergrund, dass in diesen Fällen die Anzeigen im jeweiligen angeblichen Diebstahlsland als Straftat durch unbekannte Täter dem jeweiligen Gericht zur Anzeige gebracht werden und der mutmaßliche Täter meistens nur als Zeuge aufscheint.

Weitere Ermittlungen werden im Diebstahlsland meist nicht vorgenommen. Dem Unternehmen wird durch die Anzeigebestätigung meistens durch eine vom Täter abgeschlossene Vollkaskozusatzversicherung der Schaden ersetzt.

Ein Beschuldigter ist schwedischer Staatsbürger, die Polizei geht von Insiderwissen betreffend der Anzeigeerstattungsvarianten in Schweden aus.

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