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Gladiatorenschule in Carnuntum als Sensationsfund

Die Untersuchungen wurden vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie durchgeführt. Das Gesamtareal der 1700 Jahre alten Anlage umfasst 11.000 Quadratmeter, davon 2.800 Quadratmeter der zentrale Hof, das Wohngebäude 170 Quadratmeter.

Estrichböden sind erhalten
Die größere Trainingsarena wies einen Durchmesser von 19 Metern auf, eine beheizbare Trainingshalle 100 Quadratmeter. Die in nur wenigen Stunden durch modernste Bodenradargeräte erstellten Aufnahmen zeigen Grundrisse und Grundmauern, die nun auch eine animierte Simulation der einzelnen Gebäude ermöglichen. Sogar die Estrichböden sind erhalten.

Kurze Lebenserwartung
Laut Franz Humer, wissenschaftlicher Leiter des Archäologischen Parks, gehen fündige Messtiefen bis zu zwei Meter in den Untergrund. Verfeinerte Aussagen werden durch weitere Oberflächensurveys möglich sein. "Das ist sicherlich nicht die letzte Entdeckung, die wir hier in Carnuntum in den nächsten Monaten und Jahren zu bieten haben werden.", so Humer. Die Ausbildungs- und Wohnstätte war vermutlich mit 40 bis 60 Gladiatoren belegt. Erfolgreiche Kämpfer konnten zu regelrechten Superstars aufsteigen. Allerdings, so Neubauer vom Ludwig-Boltzmann-Institut: "Die Lebenserwartung überdauerte meist nur vier, fünf Kämpfe."

Funde vorerst unter Erde belassen
Landeshauptmann Pröll erhofft sich nicht zuletzt zusätzliches öffentliches Interesse an der NÖ Landesausstellung. Neueste Technologie versetze in die Lage, fündig zu werden ohne Beschädigungsrisiko. Die Funde werden vorerst unter der Erde belassen, so Pröll, doch soll ein maßstabsgetreues 3D-Modell gestaltet werden.

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