Niederösterreich

Glücksspiel außer Kontrolle

Es sind traurige Erlebnisse, von denen die Grünen nach ihrer Testtour durch Automatenlokale berichten. Eine Frau, die unter Tränen versucht, ihren Mann vom Spielen abzuhalten; eine Mutter mit zwei Kindern, die sich vor einer Spielhölle streitet, warum der Mann schon wieder zockt.

„Wir wollen Glücksspiel nicht verbieten, aber die Gesetze müssen eingehalten werden“, bringt Grünen-Geschäftsführer Thomas Huber seine Forderung auf den Punkt. In NÖ würde weder das Alter kontrolliert, noch, ob man gesperrter Spieler ist. Auch die Einsätze seien nicht gesetzeskonform:

Sie betragen bis zu sechs Euro statt der erlaubten 50 Cent. Automatenlokale würden wie Schwammerl aus dem Boden wachsen, kontrolliert werde nichts. Dieses Ergebnis wurde jetzt an Bezirkshauptmannschaften, Finanzämter und Polizei geschickt.

Sollte nichts passieren, gibt es Anzeigen, so Huber. Zwischen Land und Automatenhersteller Novomatic vermutet er Packelei: 2009 wurden sechs Millionen Euro an Steuern kassiert, 2010 sollen es zwölf Millionen Euro sein. Huber: „Es muss mehr Automaten geben als die 1800, die das Land bestätigt.“

Astrid Heinz

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