Kameraden springen ein

Heer zahlt Begräbnis von Soldaten nicht!

Michael S.

Der junge Soldat Michael S. starb bei einem Unfall.

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Michael S.

Der junge Soldat Michael S. starb bei einem Unfall.

Mittwoch wurde Soldat Michael S. (21, re.) zu Grabe getragen. Er war bei Anfang Juli einer Übung getötet worden, als sein Panzer im Schlamm versank. Jetzt der nächste Schock für die trauernde Mutter Michaela S. (43): Sie muss das Begräbnis aus der eigenen Tasche bezahlen – bis zu 8000 Euro.

+++ Starkregen Schuld an Panzer-Unglück? +++


Militärmusik, Leichenschmaus – es war ein würdiges Begräbnis am Mittwoch in Allensteig. Der militärische Teil des Begräbnisses wurde zwar vom Heer übernommen, aber was Stiefvater Sascha P. (33) sauer aufstößt: "Grabstein, Sarg, Bestattung – das muss alles seine Mutter bezahlen. Sie kann dann nur Antrag auf Rückerstattung stellen."

Michael Bauer, Heeres-Pressesprecher: "Das ist klar geregelt. Je nach Einkommen erhalten die Hinterbliebenen dann einen Teil der Kosten zurück." Mutter Michaels S., Köchin von Beruf, bricht beim Gespräch mit Heute immer wieder in Tränen aus.

Zärtlich springt Partner Sascha P. in die Bresche: "Es geht uns nicht ums Geld. Der ganze Umgang nach Michaels Tod war nicht in Ordnung. Kein Wort von Minister Norbert Darabos."

Wie Kameradschaft wirklich funktioniert, zeigten Michaels Soldaten-Kumpels eindrucksvoll: Sie spendeten vom kargen Lohn für Michaels Begräbnis.

Joachim Lielacher

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