Niederösterreich

Im Linienbus 70.000 Zigaretten entdeckt

Der Zigarettenschmuggel erlebt wieder eine neue Hochblüte – zum Ärger der Polizei und des Fiskus. Sorgfältige Stichprobenkontrollen in den betroffenen Regionen führen immer wieder zum gewünschten Erfolg. Dennoch bleibt ein Wermutstropfen: Meistens können die Ermittler nur Handlanger schnappen. So auch diesmal: Am Sonntag hatten zwei österreichische Beamte einen polnischen Linienbus für eine routinemäßige Kontrolle in Drasenhofen im Bezirk Mistelbach angehalten.

Die Reise des unscheinbaren Vehikels mit den vier Fahrern und 49 Passagieren, die gerade auf dem Weg nach Italien waren, wurde in Österreich jäh unterbrochen. Eine genaue Durchsuchung der im Bus verstauten Gepäckstücke brachte Überraschendes zutage. In insgesamt fünf Reisetaschen hatte der Pole Grzegorz S. (38) sage und schreibe 70.000 Zigaretten in 350 Stangen verstaut. Der Marktwert: 12.000 Euro. Der arbeitslose Pole gab an, dass ihn ein Unbekannter mit dem Transport beauftragt habe. Nach der Vernehmung wurde er auf freiem Fuß angezeigt. Die eigentlichen Hintermänner des Schmuggels bleiben außerhalb der Reichweite der Behörden.

Sebastian Baryli

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