Streifjagdunfall

Jäger feuert Kollegen Schrotladung in die Beine!

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Ein Waidmann wurde in Waidhofen an der Thaya zum Gejagten (Symbolbild)

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Ein Waidmann wurde in Waidhofen an der Thaya zum Gejagten (Symbolbild)

Eigentlich wollte Walter W. (64) bei der Streifjagd in Groß-Siegharts (Waidhofen/Thaya) mit 22 Kollegen einige Hasen schießen. Einen Volltreffer landete der Pensionist schließlich tatsächlich: Er traf Kollegen Christoph L. (27) aus 33 Metern in beide Beinen. Der Elektrotechniker wurde durch sieben Schrotkörner schwer verletzt.


Auf Flughäfen wird Jäger Christoph L. künftig wohl ein Problem haben, wenn regelmäßig der Metalldetektor Alarm schlägt, : "Ich habe alles abgegeben, außer den Schrot in meinen Beinen", könnte dann seine Erklärung lauten.

Die Vorgeschichte: Eine 23-köpfige Jagdgesellschaft war in Groß-Siegharts ausgezogen, um Niederwild zu erlegen. Ein Helfer scheuchte einen Hasen auf und gab Waidmann Walter W. ein Zeichen. Der routinierte Jäger fackelte nicht lange und gab einen Schuss mit seiner doppelläufigen Schrotflinte ab. Dem lauten Knall folgte ein noch lauterer Schmerzensschrei. Christoph L. sackte von sieben Schrotkugeln getroffen zusammen. Nach der Erstversorgung wurde L. ins Spital gebracht, Unglücksschütze W. angezeigt. "Ein dummer Unfall – es war jagdrechtlich alles in Ordnung", so ein Polizeiermittler. Die Schrotkugeln wurden indes nicht operativ entfernt, sie bleiben als unliebsame Erinnerungsstücke auf Dauer im Körper von Christoph L.

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