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31.08.2009

Nur ein Postler für die Polizei: "Bürger fühlen sich verhöhnt"

Sie sollen die „echten Polizisten“ entlasten. Und damit indirekt dafür sorgen, dass künftig mehr Uniformierte auf der Straße ihren Dienst tun. Die Rede ist von jenen ehemaligen Post-Mitarbeitern, die ab heute zur Exekutive wechseln. In Wiener Neustadt sorgt der von Innenministerin Fekter forcierte Plan allerdings für Ärger.

Am Wochenende hatte es Maria Fekter angekündigt, bereits heute ist es so weit: 13 Postler treten ihren Polizeidienst in Niederösterreich an. Das scheint selbst für die Exekutive ein bisschen überraschend zu kommen. Noch gestern abend kannten die Verantwortlichen weder Namen noch genaue Qualifikation der „administrativen Hilfskräfte“.

Fest steht: Die „Leiharbeiter“ wechseln in die Ballungszentren St. Pölten, Amstetten und Wiener Neustadt. Nach zwei Wochen Grundausbildung in der Sicherheitsakademie werden sie für administrative Tätigkeiten eingesetzt. „Sie sollen Akten kopieren, Postwege übernehmen und die Kollegen entlasten“, sagt Oberstleutnant Manfred Fries von der Polizeidirektion Wiener Neustadt.

Die zweitgrößte Stadt im Land bekommt übrigens nur einen Postler zugeteilt. Das ärgert SPÖ-Stadtchef Bernhard Müller: „Langsam fühlen sich die Bürger verhöhnt. Vor der Polizei-Reform hatten wir 190 Planstellen, heute sind es nur noch 155. Und Frau Fekter gibt uns trotz steigender Kriminalität seit Monaten keinen Termin, damit wir reden können.“

Polizist Fries beruhigt: „Wir sind gut aufgestellt, alle Planstellen sind besetzt.“

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