11 Personen verletzt Niederösterreich

Großbrand mitten in Badner Altstadt

Großbrand mitten in Badner Altstadt

Die Florianijünger beim Löschen des brennenden Dachstuhls. (© www.monatsrevue.at)

Großbrand in Baden
Die Florianijünger beim Löschen des brennenden Dachstuhls.
Fast sechs Stunden lang haben in der Nacht auf Montag 270 Mann von 17 Feuerwehren einen Großbrand in der Innenstadt von Baden bei Wien bekämpft. Sechs Dachstühle mehrgeschoßiger Wohnhäuser wurden ein Raub der Flammen. Elf Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen, vier Helfer der Löschtrupps wurden ebenfalls verletzt, bilanzierte das Landesfeuerwehrkommando.

Großbrand in Badner Innenstadt
Am Tag nach dem Brand offenbart sich die Zerstörung durch das Feuer.
Aus bisher unbekannter Ursache war am Sonntag gegen 22.30 Uhr im Dachstuhlbereich eines zweistöckigen Mehrparteienhauses in der Renngasse ein Brand ausgebrochen. Durch starken Wind griffen die Flammen binnen kürzester Zeit auf drei weitere Dachstühle angrenzender Wohnhäuser über. Für die Feuerwehr gab es Großalarm.

Trotz permanenter Aufforderung, ihre Wohnungen zu verlassen, weigerten sich manche Bewohner ins Freie zu flüchten, berichtete das Landeskommando. Erst nachdem dichter Rauch ins Gebäude eingedrungen war, hätten die Mieter den Ernst der Lage erkannt - im letzten Augenblick. Sieben Personen mussten über Feuerwehrleitern gerettet werden.

Starker Wind und Funkenflug
Noch während der Evakuierungsmaßnahmen griffen die Flammen, angefacht durch heftigen Wind und massiven Funkenflug, auf weitere Dachstühle von Nachbarhäusern in der Renngasse über. Um eine großflächige Ausbreitung des Brandes in der Badener Innenstadt zu verhindern, setzte die Feuerwehr auch drei Hubrettungsgeräte ein. Die Flammen wurden so aus 30 Metern Höhe bekämpft. Gleichzeitig unternahmen Atemschutztrupps einen umfassenden Innenangriff.

Auch wegen der verwinkelten Anordnung der Mehrparteienhäuser war die Brandbekämpfung eine große Herausforderung, so die Feuerwehr. Die Flammen waren nicht überall mit Hubrettungsgeräten aus der Luft zu bekämpfen. In engen Innenhöfen konnten die Einsatzfahrzeuge nicht aufgestellt werden.

11 Verletzte
"Brand aus" gab es laut Landesfeuerwehrkommando erst um 4.30 Uhr. Die elf verletzten Bewohner wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Weitere Parteien mussten noch in der Nacht in Hotels untergebracht werden.

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